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Bund Naturschutz kritisiert Steffen Vogel

Kreis Haßberge — Der Bund Naturschutz, Kreisverband Haßberge, hat den Landtagsabgeordneten Steffen Vogel (CSU) aus Theres scharf kritisiert. Der Grund ist eine Aussage Steffen Voge...
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Kreis Haßberge — Der Bund Naturschutz, Kreisverband Haßberge, hat den Landtagsabgeordneten Steffen Vogel (CSU) aus Theres scharf kritisiert. Der Grund ist eine Aussage Steffen Vogels im Landtag zum Thema Steigerwald. Der Bund Naturschutz fordert von dem Politiker, wie der Kreisverband in einem offenen Brief deutlich macht, eine Entschuldigung. Den offenen Brief haben Kreisvorsitzender Klaus Mandery (Ebern) sowie Ehrenvorsitzender Jörg Röder (Ebern) und der stellvertretende Vorsitzende Ludwig Rehm aus Haßfurt unterzeichnet.
Vogel soll nach Darstellung des Bundes Naturschutz in der Sitzung des Landtags am 27. November zum Thema Steigerwald gesagt haben: "Gott, Herr, schütze uns vor Feuer, Wasser, Schmutz, vor Grünen, SPD und Bund Naturschutz." Das ist nach Ansicht der Naturschützer "eine massive verbale Entgleisung". Vogel setze demokratische Parteien und den Bund Naturschutz mit Gefahren für Leib und Leben durch Feuer und Wasser gleich, ja sogar mit Schmutz.

"Verbale Entgleisungen"

Damit verunglimpfe Vogel "unseren Verband in unerträglicher Art und Weise. Wir sehen darin eine pauschale Beleidigung aller unserer Mitglieder." Und weiter heißt es in dem Brief: "Derartige verbale Entgleisungen verschärfen die Konflikte bei uns hier im Landkreis in unnötiger Weise."
Ähnlich hatte sich am Montag in der Sitzung des Kreistages Haßberge bereits die Grünen-Kreisrätin Rita Stäblein geäußert. Steffen Vogel, der auch Kreisrat ist, konnte dazu keine Stellung nehmen, weil er an der Sitzung nicht teilnahm. Landrat Wilhelm Schneider, wie Vogel bei der CSU, wollte sich dazu nicht äußern.
In seinem Brief macht der Bund Naturschutz deutlich, dass er sich weiterhin für einen Nationalpark im Steigerwald einsetzt. "Wir erachten weiterhin einen Nationalpark Steigerwald als beste Lösung für die Natur und unsere Mitbürger im Steigerwald", heißt es in dem offenen Brief.
Und weiter: "Nicht zuletzt verdeutlicht der neue Verein als Befürworter eines Nationalparks in ganz erheblichem Maße, in welche Richtung sich die Entwicklung bewegt." Die Naturschützer sehen in einem Nationalpark eine "Riesenchance" für die Region. ks


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