Pettstadt

Bürgerstiftung Pettstadt jetzt amtlich

Dieser Tage unterschrieben Bürgermeister Jochen Hack (FWG) und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bamberg, Stephan Kirchner, eine Urkunde der Deutschen ...
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Bürgermeister Jochen Hack
Bürgermeister Jochen Hack
Dieser Tage unterschrieben Bürgermeister Jochen Hack (FWG) und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Bamberg, Stephan Kirchner, eine Urkunde der Deutschen Stiftungstreuhand AG zur Gründung einer Bürgerstiftung Pettstadt. Sie ist dazu gedacht, Stiftungen, Erbschaften und Spenden aufzunehmen, zu verwalten und gemäß dem Stiftungszweck für gemeinnützige Aufgaben wieder auszugeben.
Zufall oder nicht: Hauptberuflich beschäftigt sich das Pettstadter Gemeindeoberhaupt bei der Bamberger Sparkasse mit dem Stiftungsthema. Jochen Hacks Vertragspartner Kirchner ist somit sein dienstlicher Vorgesetzter. Aber: Bei keinem Gemeinderat, auch nicht aus der Opposition, erweckte diese Personalunion irgendeinen Argwohn. Es soll ja etwas Gutes bewirkt werden und der Chef des Bamberger Geldinstituts kam auch nicht mit leeren Händen: Der Vorstandsvorsitzende übergab ein Startkapital in Höhe von 5000 Euro. Dank einer vor Jahrzehnten der Gemeinde zugedachten Erbschaft eines früheren Pettstadters, die nun endlich verwertet werden kann, und anderer Zuwendungen sollte es also bald damit losgehen, das Gemeinwesen zu fördern, ohne Steuermittel dafür zu verwenden. Zumal die Ausschüttung freiwilliger Leistungen aus dem allgemeinen Steueraufkommen von den Aufsichtsgremien stets kritisch beäugt wird.
Hack warb für die Bürgerstiftung: Sie biete Privatpersonen und Unternehmen eine Plattform für gemeinnützige, soziale und kulturelle Aktivitäten und Spenden. Unter anderem soll ein Helferkreis ins Leben gerufen werden, um bedürftige Bürger zu unterstützen. Dafür sei man um jeden Euro dankbar.
Glückwünsche zur Gründung der Bürgerstiftung übermittelte neben dem Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse der Stiftungsberater Dieter Weisner von der Deutschen Stiftungstreuhand AG. Kirchner und Weisner äußerten die Zuversicht, dass sich auch die Bürgerstiftung Pettstadt positiv entwickeln und segensreich tätig sein wird. Und gleich setzte auch der Gemeinderat ein Zeichen: Auf Antrag von Alexander Hummel wurde einmütig beschlossen, das Sitzungsgeld für jene Gemeinderatssitzung in die Bürgerstiftung einzuzahlen.
Stiftungszweck ist laut Satzung, das Wohl der Bevölkerung der Gemeinde Pettstadt zu fördern, namentlich das öffentliche Gesundheitswesen, die Jugend- und die Altenhilfe, die Kunst und Kultur, den Denkmalschutz und die Denkmalpflege, Bildung und Ausbildung, Naturschutz und Landschaftspflege, das Wohlfahrtswesen, Rettung aus Lebensgefahr, Sport, Heimatpflege und Heimatkunde. Es ist auch eine Aufgabe, finanzielle Mittel bereitzustellen, um das bürgerschaftliche Engagement zu unterstützen.
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