Kronach

Bürgermeister vereidigt fünf neue "Siebener"

Für das Kronacher Stadtgebiet gibt es künftig sechs neue Feldgeschworene. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde konnte Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein im...
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Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (vorne, r.) vereidigte Roland Ziegler (oben, li.), Markus Barnickel (oben, r.), Helmut Müller (mittlere Reihe, r.), Herbert Müller (mittlere Reihe, li.), und Udo Thönnes (2. Reihe, M.). Neben Beiergrößlein stehen Baptist Vetter, Vorsitzender der Feldgeschworenenvereinigung, und Standartenträger Georg Ziegler. Foto: privat
Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein (vorne, r.) vereidigte Roland Ziegler (oben, li.), Markus Barnickel (oben, r.), Helmut Müller (mittlere Reihe, r.), Herbert Müller (mittlere Reihe, li.), und Udo Thönnes (2. Reihe, M.). Neben Beiergrößlein stehen Baptist Vetter, Vorsitzender der Feldgeschworenenvereinigung, und Standartenträger Georg Ziegler. Foto: privat
Für das Kronacher Stadtgebiet gibt es künftig sechs neue Feldgeschworene. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde konnte Bürgermeister Wolfgang Beiergrößlein im Rathaus fünf von ihnen vereidigen. Es sind dies Roland Ziegler, Markus Barnickel, Helmut Müller , Herbert Müller (alle jetzt zugehörig zur Feldgeschworenenvereinigung Seelach) sowie Udo Thönnes (Feldgeschworenenvereinigung Vogtendorf/Höfles). Beruflich verhindert war Sebastian Mäusbacher, ebenfalls Feldgeschworenenvereinigung Vogtendorf/Höfles. Seine Vereidigung wird baldmöglichst nachgeholt.
Bürgermeister Beiergrößlein begrüßte die neu zu vereidigenden Feldgeschworenen mit deren Wahlspruch "Tue Recht - fürchte Gott - scheue niemand". Er betonte, dass die Stadt Kronach sehr darum bemüht sei, neue Feldgeschworene zu gewinnen und bedankte sich dafür, dass sich die "Neuen" dazu bereit erklärt haben, dieses Ehrenamt, eines der ältesten noch erhaltenen Ämter der kommunalen Selbstverwaltung, zu übernehmen. Sie seien in dieser Funktion wichtige Mittler zwischen Bürger und katasterführenden Behörden.
Die wichtigste Aufgabe der Feldgeschworenen besteht in der Mitwirkung bei von den Vermessungsämtern geleiteten Abmarkungen und hier vorwiegend im Anbringen, Wechseln und Entfernen von Grenzzeichen. Die Anforderung der Feldgeschworenen durch das Vermessungsamt erfolgt über die Stadt Kronach, die dann den Obmann benachrichtigt. Dieser wiederum teilt die Feldgeschworenen ein.


Bereits im 13. Jahrhundert

Baptist Vetter, 1. Vorsitzender der Feldgeschworenenvereinigung im Landkreis Kronach, hieß die neuen Siebener-Kollegen im Kreise der Feldgeschworenen herzlich willkommen und wünschte ihnen viel Glück, Erfolg und stets das nötige Fingerspitzengefühl für die neue Aufgabe, der sie sich stellen. Begleitet wurde Vetter von Standartenträger Georg Ziegler. Vetter wies darauf hin, dass das Ehrenamt der Feldgeschworenen in Franken bereits im 13. Jahrhundert entstanden sei.
Da es noch keine Vermessungsämter oder ähnliche Institutionen gegeben habe, hätten die Gerichte Ansprechpartner vor Ort gebraucht, die sich in den Gemarkungen auskannten und die Grenzbeaufsichtigung gewährleisteten.
Ursprünglich sei eine Gruppe von meist sieben Männern in den einzelnen Gemarkungen zur Regelung und Bestimmung von Grundstücksgrenzen berufen worden. Deshalb habe sich auch der Begriff "Siebener" als Bezeichnung für die Feldgeschworenen eingebürgert, so Vetter weiter. red
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