Eggolsheim

Bürgermeister Schwarzmann will die Grundsteuer in Eggolsheim erhöhen

von unserer Mitarbeiterin Sylvia hubele Eggolsheim — Knapp 50 Einwohner aus Weigelshofen waren in den Saal des Gasthauses Pfister zur Bürgerversammlung gekommen. Bürgermeister Clau...
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von unserer Mitarbeiterin Sylvia hubele

Eggolsheim — Knapp 50 Einwohner aus Weigelshofen waren in den Saal des Gasthauses Pfister zur Bürgerversammlung gekommen. Bürgermeister Claus Schwarzmann (BB) stellte wie schon bei den Bürgerversammlungen in den anderen Ortsteilen von Eggolsheim vor, was die Gemeinde in den vergangenen fünf Jahren alles geschafft hat und was demnächst noch so geplant ist.
"Kinder haben eine Perspektive bei uns", konstatierte Schwarzmann, als er berichtete, dass inzwischen auch der Kindergarten in Kauernhofen saniert ist. Die 1100 Euro Schulden, die rein rechnerisch auf jedem Einwohner von Eggolsheim lasteten, seien für die Gemeinde zu bewältigen: "Aber das schaffen wir nur, wenn wir auch die Grundsteuern erhöhen", warb Schwarzmann für Verständnis. Dabei habe der Markt Eggolsheim doch einen Standortvorteil und könne auf die Erhöhung der Grundsteuer auch verzichten, meinte ein Anwesender.

Billiger als das Porto

Doch die Kosten für die Gemeinde allein für die Beleuchtung und die Instandhaltung der Feldwege seien ebenfalls deutlich gestiegen, rechnete Schwarzmann vor.
Bei manchen Bescheiden sei allein das Porto für den Brief teurer als die bisher zu zahlende Steuer. Aus diesem Grund werde er dem Gemeinderat vorschlagen, die Grundsteuer zu erhöhen. Da noch in diesem Jahr mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt in Weigelshofen begonnen werden soll, warb Schwarzmann auch hier um Verständnis: "Wir werden Anfang Juli mit der Baumaßnahme beginnen und dann die nächsten anderthalb Jahre mit Behinderungen rechnen müssen". Bei dieser Gelegenheit lege das Bayernwerk die Kabel für die Elektroversorgung der Häuser in die Erde, und die Straßenbeleuchtung werde ebenfalls saniert.
Auch die Abwasserkanäle werden dort saniert, wo es nötig sei: "Wir machen im Untergrund von Weigelshofen alles", kündigte Schwarzmann an.

Wohin geht das Geld?

Eine weitere Diskussion entspann sich rund um die Verlegung des Kohlbaches. Da das Planfeststellungsverfahren seine Zeit im Landratsamt braucht, könne erst im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen werden. "Was ist aber, wenn ein Hochwasser kommt?", fragte ein Bürger, sichtlich erregt. Er bezweifelte, dass die alten Rohre wirklich so kaputt gewesen seien. Doch der Kohlbach wird nicht verlegt, damit Weigelshofen künftig vor Hochwasser geschützt wird. Dies ist eine Maßnahme der Wasserwirtschaft, mit der diese die früher einmal in Rohre gesperrten Bäche in den Ortschaften wieder öffnen und renaturieren wollen. Der Hochwasserschutz sei nur ein zusätzlicher Effekt für Weigelshofen.
"Ich mache nicht die Ortseingangspolizei von Weigelshofen", kommentierte Schwarzmann die Klage eines Einwohners, der sich darüber beschwerte, dass ein Baustellenschild am Ortseingang immer wieder in die Straße gerückt werde. Außerdem wird Schwarzmann der Frage einer Frau nachgehen, ob die Gebühr, die bei der Benutzung des Leichenhauses erhoben wird, auch wirklich für den Friedhof verwendet wird.

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