Geisfeld

Bürger formieren sich

Geisfeld — 13 Geisfelder Bürger haben jetzt einen Verein mit dem Titel "Lebenswertes Geisfeld" gegründet. Im Untertitel nennt er sich "Verein zur Förderung der dörflichen Entwicklu...
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Geisfeld — 13 Geisfelder Bürger haben jetzt einen Verein mit dem Titel "Lebenswertes Geisfeld" gegründet. Im Untertitel nennt er sich "Verein zur Förderung der dörflichen Entwicklung". Zweck und Ziel des Vereins ist es, "die Herausnahme des Durchgangsverkehrs aus dem Ortskern von Geisfeld zu erreichen, um die Vollendung der Dorferneuerungsmaßnahmen zu ermöglichen".
Dazu will man politische und juristische Überzeugungsarbeit in der Gemeinde mittels Aufklärung, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit leisten. Die Vorstandsämter teilen sich Dieter Heim und Manfred Kestler, Schriftführer ist Georg Wohlfahrt-Mitznegg und für die Finanzen zeichnet Christine Koch verantwortlich. Im Beirat engagieren sich Michaela Kalb, Wolfgang Linsner und Willi Odenbach. Mit der Werbung von Mitgliedern wird sofort begonnen; die erste große Mitgliederversammlung wird im Herbst stattfinden.
Wie der neugegründete Verein mitteilt, fühlten sich die Bewohner des schmucken Altdorfes Geisfeld vom zuständigen Gemeinderat und ihrem Bürgermeister in Strullendorf allein gelassen. Seit Jahrzehnten erwarten sie die Vollendung der begonnenen Dorferneuerungsmaßnahmen und damit die Entlastung vom zunehmenden Durchgangsverkehr. Obwohl eine Förderung von Umgehungen mit bis zu 85 Prozent der Kosten von der Staatsregierung zugesagt wurde, habe sich der Gemeinderat in seiner Sitzung vom 8. Dezember 2014 mit Zwei-Drittel-Mehrheit gegen den Ausbau der bereits seit den 80er Jahren liegenden Trassen ausgesprochen. Vertröstet würden die total enttäuschten Bürger mit angeblichen innerörtlichen Alternativen. Kürzlich sei offenbar geworden, dass es außer zwei Querungshilfen keine realisierbaren Maßnahmen gebe, die dazu noch finanziell ganz zu Lasten der Gemeinde gehen würden. Bürgermeister Desel versuche darüber hinaus, Grundstückseigner am Ortsausgang in Richtung Litzendorf von notwendigen Abtretungen eines Teils ihrer Vorgärten zu bewegen, um die Straße zu verbreitern und die Ortschaft damit noch mehr autogerecht zu machen. red
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