Königsberg in Bayern

Bühne frei fürs Theater im Burghof auf dem Königsberger Schlossberg

Man muss schon etliche Jahrzehnte in der Geschichte Königsbergs zurückgehen, um auf große Theateraufführungen in der Regiomontanusstadt zu stoßen. Zwar gab ...
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Schon früher wurde auf der Burg in Königsberg regelmäßig Theater gespielt, wie etwa mit der Aufführung "Tillys Einquartierung in Königsberg im Dreißigjährigen Krieg". Mit dabei war damals der Großvater des jetzigen Bürgermeisters, Leonhard Bittenbrünn.  Fotos: Gerold Snater/Archiv
Schon früher wurde auf der Burg in Königsberg regelmäßig Theater gespielt, wie etwa mit der Aufführung "Tillys Einquartierung in Königsberg im Dreißigjährigen Krieg". Mit dabei war damals der Großvater des jetzigen Bürgermeisters, Leonhard Bittenbrünn. Fotos: Gerold Snater/Archiv
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Man muss schon etliche Jahrzehnte in der Geschichte Königsbergs zurückgehen, um auf große Theateraufführungen in der Regiomontanusstadt zu stoßen. Zwar gab es hin und wieder die eine oder andere Aufführung. Aber große Vorstellungen bei denen auch viele Königsberger als Schauspieler mitwirkten, gab es eigentlich vor allem in den zwanziger und dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.
Diese fanden als Freilichtaufführungen im Burghof oder Wallgraben auf dem Schlossberg statt. Meistens waren es Stücke, die sich an bereits bekannte Schauspiele wie "Wilhelm Tell" oder geschichtliche Themen wie "Tilly und die Belagerung Königsbergs" anlehnten.
Nun sollen dort diese Freilichtaufführungen wieder aufleben. Nicht mit einheimischen Akteuren sondern mit Schauspielern eines Theaters, das "wandert". Das "Fränkische Sommertheater" kommt heuer zum ersten Mal nach Königsberg, um Stücke aus seinem Spielprogramm aufzuführen.
Bürgermeister Claus Bittenbrünn, von dem die Idee für diese Theaterreihe ausgegangen ist, freut sich schon auf die erste Vorstellung, die zwar keinen historischen Hintergrund hat aber schon von ihrem Titel her "Der Mörder - schon wie der der Gärtner?" Spannung aber auch viel Humor verspricht.
Bittenbrünn ist sich zudem sicher, dass der Burghof mit seiner Atmosphäre seinen Teil dazu beitragen wird, dass der Abend zu einem besonderen Theatererlebnis werden wird. Man sollte sich die Gelegenheit für den Besuch nicht entgehen lassen.
Die erste Vorstellung findet am 6. Juli statt, Beginn ist um 20 Uhr (bei ungünstiger Witterung wird die Aufführung in die Stadthalle verlegt). Karten im Vorverkauf gibt es bei der Stadtverwaltung Königsberg unter Telefon 09525/922210. Dort kann man auch ein Menü bestellen, das die Schlossberggaststätte zur Aufführung anbietet.
Auch die weiteren Aufführungen in diesem Jahr versprechen viel Unterhaltung: So das Musical "Cabaret" am 3. August (Beginn 20 Uhr) im Wallgraben, das im Berlin der "Goldenen Zwanziger Jahre" spielt. Oder die bittersüße Komödie "Die Hochzeitsreise" am 17. August (Beginn 20 Uhr), ebenfalls im Wallgraben, bei der diese Reise nicht wie geplant verläuft.


Auch in der Marienkirche

Passend zum diesjährigen Reformationsjahr wechselt das Theater am 28. September (Beginn ist um 20 Uhr) mit der Vorstellung "Lucas Cranach d.J.-Maler zu Wittenberg" - hier handelt es sich um ein Theaterstück mit Musik, Szenen und Bildprojektoren - in die Marienkirche in Königsberg und zeigt dabei das Schaffensprogramm dieses Malers, der auch als Maler der Reformation gilt.
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