Eltmann

Buben und Mädchen setzten sich zu Jesus ins Boot

"Leinen los - mit Jesus im Boot". Unter diesem Motto stand die Wallfahrt der Vorschulkinder der vier Kindergärten in der Stadt Eltmann sowie der Erstklässer...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Buben und Mädchen zogen, ihr Wallfahrtskreuz tragend, zum Pilgerort Maria Limbach.  Foto: Günther Geiling
Die Buben und Mädchen zogen, ihr Wallfahrtskreuz tragend, zum Pilgerort Maria Limbach. Foto: Günther Geiling
"Leinen los - mit Jesus im Boot". Unter diesem Motto stand die Wallfahrt der Vorschulkinder der vier Kindergärten in der Stadt Eltmann sowie der Erstklässer aus der Grundschule Eltmann. Die Kinderwallfahrt führte in die Wallfahrtskirche Maria Limbach, wo Wallfahrtspfarrer Ottmar Pottler deutlich machte, dass Gott für die Menschen immer wie ein Anker sei. Man müsse ihm nur vertrauen, sagte er.
Eigentlich sollte die Wallfahrt wirklich auf einem Boot von Eltmann nach Maria Limbach stattfinden wie einst am See Genezareth. Aber die Erzieherinnen und die Organisatorin Isabella Friedrich stießen dabei auf bürokratische Hemmnisse. Auch die Unfallgefahren, weil keine richtige Anlegestelle am Main vorhanden ist, ließen die Pfarrgemeinde, die Kindergärten und die Grundschule Abstand von diesem Vorhaben nehmen.
Gemeindereferentin Isabella Friedrich stellte das "Wallen" heraus, das ein altes Wort für "Gehen" sei. So machten sich die Buben und Mädchen mit ihren Begleiterinnen auf den Weg zur Wallfahrtskirche Limbach.
Beim Treffpunkt an der Eltmanner Mainlände stellten sie trotzdem den Grundriss eines Bootes mit Hütchen dar, spannten mit Tüchern die Wände und Kinder stiegen mit dem Kreuz in das "Boot". Dazu wurde der Schrifttext von der Fahrt mit Jesus auf dem See präsentiert, bei der die Jünger Geschichten von Jesus erfuhren. Allerdings seien sie müde geworden und auch Jesus sei eingeschlafen, wurde den Kindern erklärt. Als ein großer Sturm und hohe Wellen aufkamen, riefen sie verzweifelt aus: "Herr, rette uns!"
Von der Mainlände ging es weiter nach Limbach, wo die Kinder im Pfarrgarten erneut Station machten, und zwar unter dem Gedanken: "Hab' keine Angst! Ich bin dein Anker!" Die Jünger aber hatten Angst, erfuhren die Kinder, und da hat plötzlich Jesus seine Hand gegen den Wind aufgerichtet. "Werde still, Wind! Ich befehle dir, ruhig zu werden! Du tust, was ich dir sage, denn ich bin Jesus." Und da kehrte völlige Stille ein, die Wellen legten sich und das Boot lag wieder ruhig im Wasser. Voller Staunen haben die Jünger damals gesagt: "Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind gehorcht! Wirklich: Jesus ist der Sohn Gottes!"
Mit diesem Vertrauen ging der Zug der kleinen Wallfahrer weiter zur Wallfahrtskirche. Mit einem festlichen Orgelspiel empfing der Organist Bruno Müller die Kinder. Sie schmückten mit ihren Blumen den Altar.
Mit Bildkarten wurde dann noch einmal die "Sturmstillung" sichtbar gemacht. In den Fürbitten verdeutlichten die Kinder ihr Vertrauen und sie erbaten Hilfe für alle Menschen, denen das Wasser bis zum Hals steht oder die keine Familie und kein Zuhause haben.
Pfarrer Ottmar Pottler verdeutlichte in seinen Worten, dass mit Jesus an der Seite kein Mensch im Sturm des Lebens untergehe und er immer für die Menschen da sei. Mit dem "Vaterunser" und dem bekannten "Mutmach-Lied" wurde der Gottesdienst beendet. Alle Kinder sowie die Erwachsenen bekamen als kleines Geschenk ein "Ahojbrausetütchen".


Brotzeit zum Abschluss

Wie es sich für richtige Wallfahrer gehört, trafen sich die Buben und Mädchen nach dem anstrengenden Fußmarsch von Eltmann nach Limbach dann in der Pilgerhalle zu einer Wallfahrerbrotzeit mit Würstchen und Brötchen sowie mit Kaffee und Kuchen für die Eltern. Danach ging es mit dem Bus zurück in die Eltmanner Stadtteile. gg


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren