Lichtenstein
Fundstücke 

Briefe erinnern an Krieg

Am Sonntag wird in Lichtenstein Feldpost aus dem ersten Weltkrieg gezeigt.
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Eine Auswahl von Briefen und Karten, die im ersten Weltkrieg in Lichtenstein ankamen.  Foto: Manfred Greinke
Eine Auswahl von Briefen und Karten, die im ersten Weltkrieg in Lichtenstein ankamen. Foto: Manfred Greinke
Alte Feldpostbriefe aus dem ersten Weltkrieg, die nach Lichtenstein, Buch und Bischwind am Raueneck gesendet wurden, sind kürzlich per Post beim evangelisch-lutherischen Pfarramt Eyrichshof angekommen. Die Briefe werden am kommenden Sonntagnachmittag in der alten Schule in Lichtenstein gezeigt.
Vorher findet der Gottesdienst um 14 Uhr in Lichtenstein und das traditionell anschließende Gedenken an die Gefallenen am Friedhof statt.
Ein damaliger Pfarrer von Lichtenstein habe die Feldpostbriefe gesammelt und sie später in seine neue Gemeinde mitgenommen, sagt Gemeindepfarrer Manfred Greinke.
Wie er weiter mitteilte, kamen die Feldpostbriefe von der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Bischofsgrün im Fichtelgebirge. Dort wusste jedoch niemand etwas von diesen Briefen. Ein Anruf beim Absender, der die Briefe nach Fischbach schickte, dem Geologen Wolfram Schott, der in der Arbeitsgruppe "Ortschronik" in Bischofsgrün mitarbeitet, ergab, dass die Feldpostbriefe vor etwa zwei Jahren bei der Renovierung des dortigen Pfarrhauses auf dem Dachboden gefunden wurden. "Wir haben überlegt, was wir mit den Briefen machen, dachten diese wegzuwerfen", sagt Schott.


Von Eyrichshof nach Bischofsgrün

Er habe die Briefe an sich genommen und konnte recherchieren, dass sie aus dem evangelischen Pfarramt Eyrichshof stammen müssen. Er teilte mit, dass Pfarrer Georg Teicher, der 1872 in Lahm/Itzgrund geboren ist, 1915 von Eyrichshof nach Bischofsgrün versetzt wurde.
Das konnte auch Pfarrer Manfred Greinke auf Nachfrage bestätigen, der das in den Kirchenbüchern heraus gefunden hat. Er sagte, dass Pfarrer Georg Teicher von 1904 bis 1915 in Lichtenstein "amtierte." Damals gehörte Bischwind am Raueneck und zur Hälfte auch Buch zu Lichtenstein.
Alle Interessierten dürfen am Sonntagnachmittag gespannt sein, was aus den Briefen und Karten zu lesen ist, welche Verbindungen noch heute von den Schreibern zu den Ortschaften Lichtenstein, Buch und Bischwind am Raueneck bestehen.

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