Hausen

Brandmeier: Es tut sich noch zu wenig

Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Hausen stand neben den Rechenschaftsberichten die Neuwahl des Vorstands. Einstimmig kam es dabei...
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Im Mittelpunkt der Jahreshauptversammlung der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG) Hausen stand neben den Rechenschaftsberichten die Neuwahl des Vorstands. Einstimmig kam es dabei zu folgendem Ergebnis: Erster Vorsitzender Georg Brandmeier, Stellvertreter Ewald Saam und Thomas Schmitt, Kassier Tobias Zenk und Schriftführerin Irene Buschner-Krug.
In seinem Jahresrückblick berichtete Vorsitzender Georg Brandmeier überwiegend Erfreuliches. So waren keine Austritte, dafür aber sechs neue Mitglieder zu verzeichnen. Die UWG habe damit, gemessen am Mitgliederstand, die SPD als zweitstärkste politische Kraft im Ort verdrängt. Kritik äußerte Brandmeier am Gemeinderat. Trotz neuer Zusammensetzung würden nach wie vor keine Projekte realisiert und Altlasten vor sich hergeschoben.


Steuererhöhungen unvermeidbar

In ihren Rechenschaftsberichten gingen auch die weiteren UWG-Gemeinderäte Roland Garcon, Marcell Schmitt und Martin Heilmann auf das Gemeindegeschehen ein. In den nächsten Jahren seien auch wegen der Auflagen des Landratsamtes Stevuererhöhungen unvermeidbar, dazu kämen noch die Anhebung des Wasserpreises und Mehrkosten durch die Finanzierung neuer Brunnen. Bemängelt wurden die unzureichenden Informationen in Sachen Feuerwehrhaus. So sei momentan immer noch keine Kostenschätzung für die Bauplanung vorhanden.
Sorge bereitet den Gemeinderäten auch die im Raum stehende neue Stromtrasse, für die es zwei Verlaufsalternativen gäbe. Eine davon würde direkt die Gemarkung Hausen queren.


Fördermaßnahmen reichen nicht

Aus dem Kreisverband der Freien Wähler berichtete Kreisvorsitzender Manfred Hümmer. So steige auch hier die Mitgliederzahl ständig. Schwerpunkte seines Referats waren die aktuelle Flüchtlingssituation und der akute Mangel an Geschosswohnungsbau. Bei Letzterem rächen sich laut Hümmer die jahrelangen Versäumnisse der Bundes- und Bayerischen Landesregierung. Die nun eingeleiteten Fördermaßnahmen seien richtig, kämen aber zu spät und reichten bei weitem nicht aus.
Die Entwicklung der Flüchtlingszahlen in 2015 und die Prognose für 2016 seien laut Hümmer auch deshalb bedenklich, weil die begleitende Organisations- und Schaffenskraft sowohl haupt- wie ehrenamtlicher Stellen an ihre Grenzen stoße. Ein modernes Zuwanderungs- und Integrationsrecht seien ebenso unverzichtbar wie eine auf gesamteuropäischer Ebene gelöste Kontingentierung und Verteilung der Flüchtlinge sowie die schnellere Asylverfahren.


Vorfreude auf Jubiläum

Auf das kommende Jahr freut sich die UWG Hausen ganz besonders, schließlich wird dann das 25-jährige Bestehen gefeiert.

Georg Brandmeier

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