Röttenbach

Brand oder Röttenbach - Wer hat die Nerven besser im Griff?

Erlangen-Höchstadt — Die Relegations-Könige sind wieder da. Zum fünften Mal seit 2009 muss der TSV Röttenbach nach Abschluss der Fußball-Saison in die Extra-Runde. Diesmal - wie sc...
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Erlangen-Höchstadt — Die Relegations-Könige sind wieder da. Zum fünften Mal seit 2009 muss der TSV Röttenbach nach Abschluss der Fußball-Saison in die Extra-Runde. Diesmal - wie schon vor zwei Jahren - im Bestreben, die Rückkehr in die Bezirksliga zu realisieren.
"So langsam wäre es mal an der Zeit, dass wir uns belohnen. Aber so ein Aufstieg über die Relegation ist wirklich schwer, denn man bekommt es ausnahmslos mit guten Gegnern zu tun. Wenn es dann nicht klappt, zehrt das schon an den Nerven", weiß TSV-Trainer Joachim "Jojo" Müller aus eigener Erfahrung zu berichten.
Deshalb wäre es ihm am liebsten gewesen, direkt aufzusteigen. "Aber wir hatten es nach unserem schwachen Saisonstart und trotz der Wahnsinns-Serie von 22 Spielen ohne Niederlage nur ein einziges Mal wirklich selbst in der Hand, Meister zu werden." Im direkten Duell mit dem SV Tennenlohe dominierten die Müller-Schützlinge vor wenigen Wochen die erste Halbzeit, führten mit 1:0 und standen mit einem Bein in der Bezirksliga. Doch dann ging nichts mehr, der TSV verlor mit 1:4.
Der Umweg über die Relegation bleibt Röttenbach also erneut nicht erspart. Bei der Auslosung spielte Müller selbst die Glücksfee, doch statt dem erhofften Freilos, das einen "fast schon wettbewerbsverzerrenden" Vorteil bedeutet hätte, zog der Coach den TSV Brand als Gegner. Am heutigen Donnerstag kommt es in Weingarts ab 19 Uhr zum Showdown zwischen den Vizemeistern der Kreisligen 1 und 2. Dass die Brander den Platz der DJK Weingarts aus dem Ligabetrieb kennen oder Brands Trainer zur DJK wechselt, sieht Müller nicht als Nachteil für seinen TSV. "Dafür haben wir mehr Erfahrung in Sachen Relegation. Am Ende wird aber weder das noch die Taktik entscheidend sein, sondern wer seine Nerven besser im Griff hat."
Doch selbst das wäre nur die halbe Miete, schließlich müsste am Wochenende auch noch der Post-SV Nürnberg besiegt werden, der sich heute zurücklehnen, Kräfte sparen und den Gegner beobachten kann. johö
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