Lichtenfels

Bon Jovi und Big Band

Sommerkonzert  Das Meranier-Gymnasium Lichtenfels zeigte die enorme Bandbreite des musikalischen Schaffens an der Schule. Und dem scheidenden Hausmeister Ernst Barnickel widmete man sogar einen extra umgetexteten Evergreen.
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Der Unterstufenchor sang unter der Begleitung des Schulorchesters Lieder in französischer Sprache. Fotos: Alfred Thieret
Der Unterstufenchor sang unter der Begleitung des Schulorchesters Lieder in französischer Sprache. Fotos: Alfred Thieret
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von unserem Mitarbeiter Alfred Thieret

Lichtenfels — Beim Sommerkonzert des Meranier-Gymnasiums zum Abschluss des Schuljahres begeisterten die Schüler mit einem vielseitigen Programm das Publikum in der voll besetzten Aula der Schule. Dabei konnte Schulleiter Stefan Völker Sabine Rießner nicht nur als Zweite Bürgermeisterin, sondern auch als Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Meranier-Gymnasiums sowie als Mutter von vier äußerst musikalischen Schülern begrüßen.
Zur Tradition ist mittlerweile schon der Auftritt des Elternchores geworden, der - gut eingestimmt von Ulrike Bauer-Trolp - das Konzert mit einem Medley von bekannten Songs der amerikanischen Rockband Bon Jovi begann, ehe Marie Luise Popp unter der Begleitung von Jule Pfaff (Violine) und Matthias Reuß (Klavier) das emotionale Liebeslied "A thousand years" der US-amerikanischen Sängerin Christina Perry interpretierte.
Im Mittelpunkt des gemeinsamen Auftritts des Unterstufenchors und des Orchesters unter der Leitung der Studienrätin Linda Lorber standen gleich drei Lieder aus dem bekannten Film "Le Choriste" (Die Kinder des Monsieur Mathieu), die geprägt von Hoffnung und Sehnsucht eine melancholische Stimmung verbreiteten. Schließlich lud noch das Orchester mit aufregenden und eindringlichen Musikklängen zur Geisterparty ein. Im Doo-Wop-Sound der 1950er-Jahre begeisterte das Oberstufenensemble unter der Leitung der Studienrätin Iris Arnal mit dem lustigen Song "Rama Lama Ding Dong".
Den Übergang zur klassischen Musik vollzog dann der Cellist Johannes Förner, der unter der Klavierbegleitung von Michael Gebhard eine Gavotte von David Popper sehr gut interpretierte.
Der Oberstufenchor unter der Leitung von Matthias Reuß beeindruckte durch zwei ganz unterschiedliche Lieder, zunächst mit dem lustigen "Mann im Mond" der deutschen Band "Die Prinzen" und dann mit dem gefühlvollen Song "Next to me" der schottischen R&B-Sängerin Emili Sandé.

"Ain't no sunshine ..."

Nach der Pause brachte die Big Band unter der Leitung von Iris Arnal gleich vier Titel zu Gehör. Ausgehend von dem 1947er- Jazz-Standard "On green Dolphin street" über den 1971er- Hit "Never can say goodbye" der Teeny-Gruppe "Jackson Five" mit dem damals zwölfjährigen Leadsänger Michael Jackson und dem Song "Enter Sandman" der Metal-Band Metallica, der sich durch einen signifikanten, durch das ganze Stück hindurchziehenden Riff auszeichnet, bis zu dem unsterblichen Swingtitel "Sing, sing, sing", den der Jazztrompeter Louis Prima und der Klarinettist und Bandleader Benny Goodman in den 1930er-Jahren bekannt machten.
Die Mittelstufenband Maximal trug zuerst den schwungvoll gesungenen Brian Adams Titel "Summer of 69" vor, um dann den oft gecoverten Hit "Ain't no sunshine, when she's gone" von Bill Withers folgen zu lassen. Iris Arnal hatte aber den Song zu "Ain't no sunshine, when he's gone" zu Ehren des in den Ruhestand gehenden Hausmeisters Ernst Barnickel umgetextet. Gemeinsam mit dem Oberstufenchor stellte sich dann die Gruppe Maximal entsprechend dem inhaltsreichen Song "Pompeii" der Band "Bastille" die Frage, wie man in der heutigen Zeit ein Optimist sein beziehungsweise werden kann. Schließlich vereinten sich alle Interpreten des Abends zu einem gemeinsamen Schlusslied. Als Moderatorin führte Lisa Bormann durch den Abend.
Auch diesmal wurde das Sommerkonzert, das durch die Bandbreite der Songs das vielseitige Musikschaffen an der Schule zum Ausdruck brachte, aus musikalischer Sicht wieder ein Höhepunkt des Schuljahres. Alle Schüler zeigten auch durchwegs hervorragende Leistungen, die die Besucher mit reichlich Beifall belohnten.
So sehr sich Iris Arnal über die Leistungen ihrer Schüler freute, so traurig war sie darüber, dass sie zehn Chor- und Orchestermitglieder des Abiturjahrgangs verlor.
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