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Kronach

Blinden- und Sehbehindertenbund hadert mit sinkenden Mitgliederzahlen

Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) ist unterteilt in zehn wohnortnahe Beratungsstellen beziehungsweise Bezirksgruppen; eine davon ist die...
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Der Bayerische Blinden- und Sehbehindertenbund (BBSB) ist unterteilt in zehn wohnortnahe Beratungsstellen beziehungsweise Bezirksgruppen; eine davon ist die Bezirksgruppe Oberfranken (Beratungsstelle Bamberg). Zum Jahrestreffen freute sich Bezirksgruppenleiter Manfred Voit, zahlreiche Mitglieder in Kronach begrüßen zu können. Im Mittelpunkt stand der Tätigkeitsbericht für die unterschiedlichen Fachbereiche - wie Rehabilitation, Sozial- und Rechtsberatung, Hilfsmittelberatung und Integrationsfachdienst. Der von der Verwaltungsangestellten Stephanie Weimann sowie den beiden Bundesfreiwilligendienst-Leistenden, Ann-Sophie Montag sowie Thomas Marx, vorgetragene Rückblick zeigte in eindrucksvoller Art und Weise das vielfältige Beratungs- und Informationsangebot der engagierten Bezirksgruppe auf. Diese zählte zu Beginn dieses Jahres 641 ordentliche Mitglieder sowie 100 fördernde Mitglieder. "Das wichtigste Instrument der Beratung ist", so Thomas Marx, "nach wie vor der Hausbesuch." Das von selbst betroffenen Mitgliedern durchgeführte Angebot werde vor allem von Neuerblindeten und älteren Menschen stark angenommen. So erfolgten 305 Hausbesuche durch Blindenberater.
Neben dem umfassenden Beratungsangebot nehmen beim BBSB auch der gesellschaftliche Bereich und der Erfahrungsaustausch eine große Rolle ein. So wurden Ausflüge, Kaffeekränzchen sowie Feiern für die Mitglieder durch die Bezirksgruppe beziehungsweise durch die Stammtische in den Landkreisen vor Ort organisiert. Ziel des Beratungsangebot ist es, dass blinde und sehbehinderte Menschen möglichst selbstbestimmt am öffentlichen Leben teilhaben und ihren Alltag möglichst selbstständig meistern können. Ein großes Thema ist auch die Barrierefreiheit. "Hier ändert sich in Oberfranken leider nicht wirklich viel", bedauerte Voit, der in diesen Zusammenhang auch das Engagement des BBSB-Teams Barrierefreiheit wie auch des Verkehrsbeauftragten Manfred Korn würdigte.
Dem Tätigkeitsbericht schloss sich eine Diskussion an. Der ehemalige oberfränkische Bezirksgruppenleiter Richard Ramer bedauerte die sinkenden Mitgliedszahlen und erkundigte sich nach der landesweiten Entwicklung. Bis auf Mittelfranken hätten - so Voit - leider alle Bezirksgruppen Rückgänge zu verzeichnen. Heike Schülein
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