Pfarrweisach

Blasmusik hat Nachwuchssorgen

Der Kraisdorfer Musikverein baut darauf, in Kooperation mit der Musikschule Ebern wieder mehr junge Leute ausbilden und an die Kapelle binden zu können. Auftrittsmöglichkeiten gibt es genug.
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Die Blasmusik Kraisdorf ist auf ein harmonisches Miteinander im Orchester aus. Lob und Kritik schriftlich zu äußern, steht dabei auf der Tagesordnung. Am Probenwochenende in Bad Langensalza gab es für diese Themen ausreichend Zeit. Dirigent Gerhard Eller (l.) und Vorsitzendem Herbert Schönmann liegt viel daran, für jedes Problem eine Lösung zu finden. Fotos: Johanna Eckert
Die Blasmusik Kraisdorf ist auf ein harmonisches Miteinander im Orchester aus. Lob und Kritik schriftlich zu äußern, steht dabei auf der Tagesordnung. Am Probenwochenende in Bad Langensalza gab es für diese Themen ausreichend Zeit. Dirigent Gerhard Eller (l.) und Vorsitzendem Herbert Schönmann liegt viel daran, für jedes Problem eine Lösung zu finden. Fotos: Johanna Eckert
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750 Notensätze, 32 aktive Mitglieder, ausverkaufte Konzerte und ein eigenes Profil in Facebook - so präsentiert sich die Blasmusik Kraisdorf heute, 46 Jahre nach ihrer Gründung im Jahr 1970. "Dass es mal zu unserer Hauptaufgabe wird, ein 2000-Mann-Zelt zu beschallen, hätte damals niemand gedacht", sagte Gerhard Eller, Dirigent der Kraisdorfer Blasmusik, bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag im Gasthaus Bühler. 50 von 173 Mitgliedern des Vereins waren gekommen, um einen neuen Vorstand zu wählen und einen Blick in die Zukunft zu wagen: Eine Außenstelle der Musikschule Ebern ist im neuen Gemeindezentrum geplant.
Insgesamt fünf Nachwuchsmusiker werden derzeit von Wilhelm Dorsch vor Ort an verschiedenen Blechblasinstrumenten ausgebildet. Weitere sechs Kinder des Musikvereins lernen ein Instrument an der Musikschule in Ebern. "Wir haben zwar ein paar Kinder, aber es ist zu wenig", so der Erste Vorsitzende Herbert Schönmann, als er über die Nachwuchssorgen des Vereins sprach. "Es ist schwierig, sie bei der Stange zu halten. Es wäre schön, wenn da wieder mehr zustande kommt."


Schon 500 Schüler

Die Entwicklungen rund um die neu aufgestellte Musikschule Ebern, die nun auch in einem großen Umkreis von Kommunen unterstützt wird, kommen dem Verein deshalb gerade recht. Josef Kneuer, Zweiter Vorsitzender, nahm kürzlich an einer Sitzung der Musikschule teil und überzeugte sich von dem Angebot: "Die Schülerzahl ist schon auf 500 angestiegen, von Marktzeuln bis Königsberg. Die Dozenten sind teilweise hauptberuflich oder auf Honorarbasis beschäftigt", informierte er die Mitglieder. "Wir stehen offen zur Musikschule und begrüßen es, wenn sie kommt", ergänzte Herbert Schönmann hoffnungsvoll. Unterricht soll es dann übrigens nicht nur für Blasinstrumente geben.
Auftritte in Üschersdorf, Zeil, Ummerstadt und Burgpreppach stehen auf dem diesjährigen Programm der Musiker. Als "Haus- und Hofkapelle" dürfen die Kraisdorfer wieder beim Familienfest der Rotenhans in Rentweindorf spielen, außerdem im Freilandmuseum in Bad Windsheim. Der Terminkalender ist voll. "Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht überfordern", so Dirigent Gerhard Eller, "das soll ja auch ein Hobby bleiben."
Großes Murren kam in der Versammlung auf, als es um das neue Gemeindezentrum ging. "Das Zentrum ist leider noch nicht fertig", stellte Eller fest, obwohl die Einweihung bereits im Herbst letzten Jahres stattgefunden hat. Viele Stunden haben die Ehrenamtlichen gewerkelt und jetzt fehle es an den Handwerkern. Bei der Wahl ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand der Blasmusik Kraisdorf. Die Gestaltung der neuen Homepage durch Hilmar Prinzbach wurde sehr gelobt.
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