Bamberg

Bis 1963 Seilerwarenfabrik

Tag des offenen Denkmals Architekturführungen auf dem ehemaligen Schaeffler-Gelände informieren über die Geschichte des früheren Industriestandorts und seine Zukunft als gerade entstehendes Wohnviertel Schaeffler 2.0.
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Ein Areal im Umbruch: Das frühere Schaefflergelände wird zum Wohngebiet. Foto: Barbara Herbst
Ein Areal im Umbruch: Das frühere Schaefflergelände wird zum Wohngebiet. Foto: Barbara Herbst
Bamberg — Zwischen Magazin- und Lichtenhaidestraße, Jäckstraße und Margaretendamm entsteht gerade ein neues autofreies Wohnquartier. An dieser Stelle befand sich die Mechanische Seilerwarenfabrik, die in ihren besten Zeiten der zweitgrößte Arbeitgeber in Bamberg war.
Zum Denkmaltag gibt es um 13 und 15 Uhr eine Architekturführung über das revitalisierte Industrieareal, bei der auch die Idee hinter dem Projekt Schaeffler 2.0 vorgestellt wird. Der Rundgang informiert über die historischen und zeitgemäßen Bauten und erklärt die neue architektonische Gestaltung durch die denkmalneu GmbH.
1885 entstand dort die Mechanische Seilerwarenfabrik AG. In den Werkstätten wurden Garne aus Hanf und Werg gezwirnt, vom Bindfaden bis zum 60 Millimeter starken Seil. Die Seilerwarenfabrik war bis 1963 in Betrieb. In ihren Blütezeiten waren dort bis zu 575 Arbeiter beschäftigt, die Fabrik war zeitweilig der zweitgrößte Arbeitgeber in der Stadt.
Nach der Liquidation der Fabrik verlegte die Herzogenauracher Firma Schaeffler ihre Teppichwarenproduktion auf das Gelände in Bamberg-Nord und errichtete eine neue dreigeschossige Fertigungshalle, die heute das Areal nach außen hin prägt. Die Bauwerke bilden ein Ensemble aus geradlinigen, schnörkellosen Fabrikgebäuden und Verwaltungs- und Versorgungsgebäuden mit teilweise klassizistischer Formensprache. Diese ist vor allem an der ehemaligen Direktorenvilla noch gut ablesbar. jb



 
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