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Birnbaum

Birnbaumer Dorferneuerung im Mittelpunkt

Interessante Themen aus den verschiedenen Bereichen der Heimatpflege und -geschichte erwarten die Teilnehmer am offenen Arbeitskreis für Heimatpflege im Lan...
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Interessante Themen aus den verschiedenen Bereichen der Heimatpflege und -geschichte erwarten die Teilnehmer am offenen Arbeitskreis für Heimatpflege im Landkreis Kronach - und sie wurden auch beim letzten Treffen in Birnbaum, Markt Steinwiesen, nicht enttäuscht. Zweiter Bürgermeister Bruno Beierlorzer informierte auf einem Rundgang über den Stand der laufenden Dorferneuerung, unterstützt durch den Vorsitzenden der Teilnehmergemeinschaft, Günter Partheymüller, und Wegebaumeister Heinz Kolb. So blieben keine Fragen zum Thema offen.


"Nägel mit Köpfen" gemacht

Beierlorzer berichtete über den Hergang des Projektes und gab an, dass schon in den 80er Jahren eine grundlegende Sanierung im Ortsbereich im Gespräch war. 1996 mit Bürgermeister Gerhard Wunder seien dann "Nägel mit Köpfen" gemacht und eine Teilnehmergemeinschaft mit Vorstandschaft geschaffen worden. Durch frühzeitige Einbindung stehe die Bevölkerung des kleinen Frankenwaldortes heute "voll dahinter", zeigte sich der Gemeindevertreter überzeugt. Um einen umfassenden Eindruck zu bekommen, führte er die Besuchergruppe nicht nur die "lange Seite" hinunter und auf der anderen wieder hinauf, sondern zeigte auch den bereits fertig gestellten Teil der Ringstraße hinter den Anwesen, welche die Anfahrtsmöglichkeiten der Bewohner erheblich verbessert. Überzeugend stellte Beierlorzer dar, dass es bei allen Maßnahmen der Dorferneuerung bisher gelungen sei, die Charakteristik des gut erhaltenen Rundangerdorfes zu bewahren.
Auf die Frage, ob nicht ein Dorfteich gut in die Ortsmitte gepasst hätte, gaben die Projektkenner zu, dass über das Thema schon gesprochen wurde, aus praktischen und finanziellen Gründen habe das aber nicht verwirklicht werden können.
Auf kritische Fragen nach der Verwendung von Baumaterial aus der Region wie z. B. Schiefer oder Sandstein wurde den Teilnehmern erklärt, dass einiges, z. B. der Einbau von Granitmaterial, vom zuständigen Amt für ländliche Entwicklung vorgeschrieben worden sei - wie auch der ebenfalls angesprochene auffällige Zuweg zum Kriegerdenkmal.
Zu der üblichen anschließenden Informations- und Diskussionsrunde traf man sich im nahen Waldgasthaus Hubertushöhe. Der turnusmäßig zuständige Kreisheimatpfleger Hans Blinzler eröffnete die Runde als "Heimatfreund mit Birnbaumer Wurzeln", wie er sagte, mit einem Abriss über die Geschichte des seiner Meinung nach "wunderschön erhalten gebliebenen Rundangerdorfes in Radialwaldhufenform". Bernd Graf, zu dessen Funktionen im Landratsamt die Leit- und Geschäftsstelle der Kreisheimatpfleger gehört, thematisierte die neueste Ausgabe des heimatkundlichen Jahrbuchs (Band 28), dessen Schriftleiter er selbst war, und ging auf einzelne Themen des für alle Heimatfreunde sehr lesenswerten Buches ein. Kreisheimatpfleger Robert Wachter ging auf die Fernsehsendung "Kunst am Bau" ein und stellte zu diesem Thema positive und auch negative Beispiele aus dem Kreisgebiet vor.
Sein Heimatpflegerkollege Dieter Lau, mit der inhaltlichen Vorbereitung des Denkmaltags am Sonntag, 11. September, beauftragt, führte aus, dass nach den im Landkreis gestreuten Projekten in den letzten Jahren heuer eine zentrale Veranstaltung in Mitwitz geplant sei. Natürlich stünden das 750.  Gemeindejubiläum sowie das herrliche Wasserschloss mit seiner Schlosskapelle im Mittelpunkt. Dem Schlossherren "könne man auch mal aufs Dach steigen", schloss er humorvoll; da der historische Schlossturm am Denkmaltag ausnahmsweise zu besteigen sei.


"Für die Nachwelt gerettet"

Kreisheimatpfleger Siegfried Scheidig berichtete über den "Zeyerner Giebel" - mit außerordentlich gut erhaltenen Stanniolverzierungen aus dem 17. Jahrhundert ein besonderer "Schatz der Heimatpflege" -, der sorgsam abgebaut und im Schiefermuseum Ludwigsstadt wiedererrichtet und damit "für die Nachwelt gerettet" worden konnte.
Die nächste Sitzung des Arbeitskreises für Heimatpflege, an der wie immer jeder Interessierte teilnehmen kann, findet am Montag, 29. August, um 19 Uhr im Schiefermuseum Ludwigsstadt statt. Den Heimatfreunden werden der in die Ausstellung integrierte Schiefergiebel aus Zeyern und die Neugestaltung eines Teilbereiches des Museums vorgestellt. Anschließend bietet sich Gelegenheit zur Diskussion über heimatkundliche und heimatpflegerische Themen. hb/bg

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