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Coburg

Bilanz der Pflegecharta

Nach einem Jahr Pflegecharta für Coburg zieht die Arbeitsgruppe Bilanz über das Erreichte und präsentiert sich bei der Sozialmeile in der Coburger Fußgänger...
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Nach einem Jahr Pflegecharta für Coburg zieht die Arbeitsgruppe Bilanz über das Erreichte und präsentiert sich bei der Sozialmeile in der Coburger Fußgängerzone. Als besondere Aktion soll den Pflegenden mit einer kleinen Geste Dank gesagt werden für ihre wertvolle, tägliche Arbeit. Dabei kamen die Vertreter zum Thema Pflege mit von Pflege Betroffenen ins Gespräch.
Der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt hat sich des Themas "Häusliche Gewalt im Alter" 2014 angenommen. Die Idee war geboren worden, eine Arbeitsgruppe zu gründen. Mitglieder sind Vertreter der Einrichtungen des ASB RV Coburg, des Caritasverbands Coburg, des Diakonischen Werks, der Fachstelle für pflegende Angehörige der Awo in Coburg, der Stadt Coburg und des Landkreises Coburg sowie ehrenamtlich Engagierte.
Als eins der ersten Ergebnisse präsentierte die Arbeitsgruppe eine Broschüre "Gewalt kommt uns nicht ins Haus". Diese wurde an alle Pflegeeinrichtungen, Apotheken und Sanitätshäuser, zusammen mit dem Plakat und einer Hinweiskarte, versendet. Doch die Intention ging weiter: Neben der Information und der Sensibilisierung für das Thema Gewalt gegenüber älteren oder pflegebedürftigen Menschen fand eine fachliche Veranstaltung für Vertreter   aus Geschäftsführung, Einrichtungs- und Pflegedienstleitung und Beschäftigte in der ambulanten und stationären Pflege statt, um auf diese Thematik aufmerksam zu machen.


Spezielle Unterlagen

Bereits zu diesem Zeitpunkt war klar, dass der Arbeitskreis die Pflegeeinrichtungen mit einem Verfahren zur Weiterentwicklung ihrer Qualität unterstützen will. Dafür werden auch spezielle Unterlagen vorgehalten.
Die Einrichtungen sollen zur eigenständigen Auseinandersetzung mit dem Thema angeregt werden. Damit können Strukturen in den Einrichtungen installiert werden, die sowohl Pflegepersonal als auch zu Pflegende vor Gewalt schützen.
Ein weiterer, konsequenter Schritt war die Verleihung einer Pflegecharta an interessierte Einrichtungen der Pflege aus Stadt und Landkreis. Aus den Händen von Coburgs Drittem Bürgermeister Thomas Nowak und dem Coburger Landrat Michael Busch wurde die Urkunde an fast 40 Einrichtungen der ambulanten und stationären Pflege verliehen.
Die Charta soll eine Selbstverpflichtung darstellen, die nach außen Wirkung zeigt, aber vor allem mit aktivem Tun begleitet sein muss. Die Glaubwürdigkeit der Einrichtungen steht dabei im Fokus. Wichtig ist den Initiatoren insbesondere, an einer Aufwertung des Pflegeberufes zu arbeiten. Denn Menschen in der Pflege tun ihre Arbeit mit viel Herzblut und Engagement.
Doch lassen es die Rahmenbedingungen selten zu, stressfrei zu pflegen mit all den Folgen, die leider an manchen Stellen sichtbar werden. Mit der Aktion in der Fußgängerzone bei der Sozialmeile stellen sich die Organisatoren hinter die Pflegekräfte und wollen für ihr wertvolles Tun Danke sagen.
Dafür sollten Coburger Bürgerinnen und Bürger Pflegekräften mit einer Schokolade ein kleines Dankeschön sagen.
Maximilian Heller

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