Haßfurt

Bibeln von Ulrich Boom und Hermann Kupsch erzählen ihre ganz eigenen Geschichten

"Sehr beeindruckend ist das, was hier geschaffen wurde", erklärte der frühere Dekan Hartmut Gehlert, als er jetzt mit dem Lions Club Haßberge zum Auftakt der Weihnachtsfeier das Bi...
Artikel drucken Artikel einbetten
Zum Auftakt seiner Weihnachtsfeier besuchte der Lions Club Haßberge das Bibelerlebnismuseum "Auf der Spur von Jesus". Pfarrerin Doris Otminghaus (Mitte) führte durch die Ausstellung und freute sich über ein Wiedersehen mit dem früheren Dekan Hartmut Gehlert (links), der als Clubmitglied zum Abschluss eine kleine Andacht gestaltete. Foto: privat
Zum Auftakt seiner Weihnachtsfeier besuchte der Lions Club Haßberge das Bibelerlebnismuseum "Auf der Spur von Jesus". Pfarrerin Doris Otminghaus (Mitte) führte durch die Ausstellung und freute sich über ein Wiedersehen mit dem früheren Dekan Hartmut Gehlert (links), der als Clubmitglied zum Abschluss eine kleine Andacht gestaltete. Foto: privat
"Sehr beeindruckend ist das, was hier geschaffen wurde", erklärte der frühere Dekan Hartmut Gehlert, als er jetzt mit dem Lions Club Haßberge zum Auftakt der Weihnachtsfeier das Bibelerlebnismuseum "Auf der Spur von Jesus" in Haßfurt besuchte. Gehlert, der heute in Aschaffenburg lebt, war in seiner früheren Funktion als evangelischer Dekan Mitbegründer des Vereins "Bibelwelten", der diese Dauerausstellung im Keller unter dem Kupsch-Markt in der Stadt realisierte.
Auch die Präsidentin des Lions Clubs, Sabine Weinbeer, ist engagiert bei "Bibelwelten" und hatte zu dem Rundgang eingeladen. Doris Otminghaus zeigte die Ausstellung, die den Besucher auf die Spuren Jesu setzt - durch das Kindermusical und Filmsequenzen aus dem Heiligen Land beispielsweise. Oder in Person des Schauspielers Markus Grimm, der sich als Jesus an die Besucher wendet. Die Betrachter können sich mit den unterschiedlichsten Stationen im Leben Jesu auseinandersetzen bis hin zum Kreuz, das Jesus stellvertretend für die Menschen trug, das aber auch heute viele Menschen zu tragen haben.
Moderne Bezüge gibt es, Bilder und Bibelzitate regen zu eigenen Gedanken an. Ihre eigenen Geschichten neben dem Inhalt erzählen die ausgestellten Bibeln. Wie die der Stoffkünstlerin Gisela Harupa, deren Bilder alle Menschen kennen, die in den 1970er-Jahren als Schüler ein Religionsbuch in Händen hielten. Oder die Bibel des Unternehmers Hermann Kupsch. Er sammelte Bibeln und las täglich darin. Als er erfuhr, dass im Untergeschoss eines seiner früheren Märkte ein Bibelerlebnismuseum entstehen würde, war es ihm ein Anliegen, ein besonders schönes Buch beizutragen. Eine besondere Geschichte erzählt auch die sehr augenfällige Bibel, die der derzeitige Würzburger Weihbischof Ulrich Boom handgeschrieben und illustriert hat. Für ihn war der Entstehungsprozess eine besondere Form des Bervier-Lesens - und sogar der Einband ist voller Symbolik: Die Bibel ist in Holz gebunden. Die Bretter stammen aus einer Kirche, die im Leben Booms eine wichtige Rolle spielte. In dieses Holz ist im Deckel ein Kieselstein eingelassen. Beides ein Symbol "dafür, dass wir beim Lieben Gott einen Stein im Brett haben", erklärte er Doris Otminghaus bei der Eröffnung von "Jesus auf der Spur".
Die "Lions" waren beeindruckt von diesem ökumenischen Projekt. Otminghaus dankte dem Club für die Spende, mit der er sich an einem Ausstellungsstück beteiligte. Mancher wurde neugierig und wird bei einem weiteren Besuch Themen vertiefen, wie es hieß. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren