Kulmbach

Bereit zum Durchstarten in Kfz-Branche

Kulmbach — 182 frei gesprochene Gesellen und Gesellinnen des Kfz-Handwerks gehören seit Mittwochabend zu den "automobilen Profis" Oberfrankens. Der Präsiden...
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Die Auszeichnung der Prüfungsbesten mit (von links) Obermeister Andreas Tröger, stellvertretender Landrat Dieter Schaar und Siegfried Zillig, Mitglied des Prüfungsausschusses sowie (von rechts) HWK-Präsident Thomas Zimmer und OB Henry Schramm. Mit auf dem Bild auch die Vertreter der Ausbildungsbetriebe
Die Auszeichnung der Prüfungsbesten mit (von links) Obermeister Andreas Tröger, stellvertretender Landrat Dieter Schaar und Siegfried Zillig, Mitglied des Prüfungsausschusses sowie (von rechts) HWK-Präsident Thomas Zimmer und OB Henry Schramm. Mit auf dem Bild auch die Vertreter der Ausbildungsbetriebe
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Kulmbach — 182 frei gesprochene Gesellen und Gesellinnen des Kfz-Handwerks gehören seit Mittwochabend zu den "automobilen Profis" Oberfrankens. Der Präsident der Handwerkskammer Oberfranken, Thomas Zimmer, warb bei der Freisprechungsfeier in der Dr.-Stammberger-Halle für das Handwerk und die Wirtschaftsregion Oberfranken: "Helfen Sie mit, das Image des Handwerks zu stärken. Engagieren Sie sich in der Kfz-Innung und begeistern Sie als Botschafter auch andere junge Menschen für die Ausbildung im Handwerk." Die Freisprechungsfeier wurde von Wolfgang Bodenschatz musikalisch umrahmt.


Nur 24 fielen durch

Obermeister Andreas Tröger erklärte, dass bis zum Februar dieses Jahres 206 Gesellenprüfungen durch die Prüfungsausschüsse abgenommen wurden. Davon wurden 182 erfolgreich abgeschlossen, wobei fünf junge Damen zu den erfolgreichen Prüflingen zählten. Neun Prüfungen konnten mit sehr gutem Erfolg und Gesamtnoten zwischen 1,6 und 1,9 abgeschlossen werden. Obermeister Tröger: "Das sind für unser Kfz-Gewerbe Oberfranken wiederum hervorragende Ausbildungszahlen" und belege "die ungebrochene Ausbildungsbereitschaft unserer automobilen Handwerksbetriebe in Oberfranken."
Die Freisprechung ist nach den Worten des Obermeisters der Höhepunkt und auch der Abschluss der Ausbildungszeit. Den frisch "gebackenen" Gesellen bescheinigte Tröger, dass sie sich in der Ausbildung unglaublich viel Wissen und Praxis aneignen konnten und das nun eigenverantwortlich tagtäglich umsetzen werden: "Ab sofort gelten aber auch andere Regeln für Sie. Es werden andere, höhere Ansprüche an Sie gestellt," mahnte er. Die abgeschlossene Ausbildung biete viele Möglichkeiten. Tröger forderte dazu auf, diese Chancen zu nutzen und die Karriere in die Hand zu nehmen.


"Gigantische" Entwicklung

Gerade die Automobilbranche habe Zukunft, denn die Entwicklung in der Fahrzeugtechnik der letzten Jahre sei im wahrsten Sinne des Wortes "gigantisch". So wurden in den vergangenen vier Jahrzehnten die Motorleistung und das Fahrzeuggewicht nahezu verdoppelt, der Durchschnittsverbrauch der Fahrzeuge halbiert. Obermeister Tröger: "Dieser Trend wird sich so nicht unendlich fortschreiben lassen." Die Zukunft werde anspruchsvoll und spannend, prophezeite er.


Mit Leidenschaft

Der Präsident der Handwerkskammer Oberfranken, Thomas Zimmer, sagte, vor dem Hintergrund des Slogans der Imagekampagne 2015 "Leidenschaft ist das beste Werkzeug" hätten die Gesellen Leidenschaft gezeigt und ihr Werkzeug äußerst erfolgreich eingesetzt. Die geschaffte Prüfung sei "ein großer Erfolg, auf den Sie stolz sein können."
Präsident Thomas Zimmer merkte an, dass der Einzelne im Betrieb und in der Berufsschule ordentlich Gas geben musste und der Weg bis zur Freisprechung manchmal auch kurvig und bergig war: "An manchen Stellen kamen Sie vielleicht ins Schleudern und mussten die richtige Spur erst wieder finden. Der eine oder andere hatte manchmal eine Fehlzündung, war vielleicht schon am Durchdrehen oder stellte gar fest, dass er mit angezogener Handbremse unterwegs war." Zimmer: "Jetzt haben Sie das Ende eines wichtigen Streckenabschnittes auf ihrem beruflichen Lebensweg erreicht." Wichtig sei es, jetzt auch dran zu bleiben: "Ihr Können ist das Fundament, auf dem wir mit Ihnen die Zukunft unseres Wirtschaftsbereiches bauen werden." Das Zauberwort heiße "lebenslanges Lernen!"


Schlüsselindustrie

Oberbürgermeister Henry Schramm (CSU) bezeichnete die Automobilindustrie als eine Schlüsselindustrie der Bundesrepublik und erwähnte unter anderem, dass in den letzten zehn Jahren in der Automobilbranche über 100 000 Arbeitsplätze neu geschaffen wurden. Nach wie vor ist das Auto das "liebste Kind" der Deutschen, wie Schramm anmerkte.
Neben der beruflichen Tätigkeit bat der OB darum, auch das gesellschaftliche Engagement nicht zu vergessen: "Wenn Sie eine Möglichkeit haben, dann bringen Sie sich auch in die Gesellschaft ein."
Stellvertretender Landrat Dieter Schaar (FW) gratulierte nicht nur den freigesprochenen Gesellen , sondern auch den Eltern. Den jungen Leuten sagte er: "Sie sind Fachkräfte und Fachkräfte werden gebraucht. Ich darf Sie ermuntern, nutzen Sie Ihre Chancen und Möglichkeiten, die Ihnen das oberfränkische Handwerk bietet."
Florian Lindner dankte als Prüfungsbester vor allem den Ausbildern in den Betrieben und Lehrern in den Berufsschulen.

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