Lichtenfels

Beim Malkurs hieß es "Farbe verboten!"

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Die Werbung eines Kaffeerösters inspirierte Elly dazu, das Gesicht zweigeteilt zu malen. Foto: Gerda Völk
Die Werbung eines Kaffeerösters inspirierte Elly dazu, das Gesicht zweigeteilt zu malen. Foto: Gerda Völk
von unserer Mitarbeiterin Gerda Völk

Lichtenfels — "Heute gibt es nur Schwarz und Weiß", sagt Heidi Neundorfer. Nach den Workshops Selbstportrait und dem Kopieren großer Künstler hieß es gestern bei der dritten Auflage des Kinderkünstlerateliers im Ferienprogramm der kommunalen Jugendarbeit "Farbe verboten". Es ging darum, Bilder ausschließlich in Schwarz und Weiß herzustellen.
Im Haus ihrer Nichte hatte Heidi Neundorfer die Vorlage dazu gesehen. Ein Bild mit einem weißen Elefanten auf schwarzen Hintergrund. Das wäre auch etwas für Kinder, dachte sich die Mutter von vier Kindern. Also hat sie Ideen gesammelt und Vorlagen gestaltet.
Der große Mehrzweckraum des Jugendzentrums verwandelte sich in ein Maleratelier. Zeitungspapier bedeckte die Tische, an der Stirnseite stapelten sich Leinwände in verschiedenen Größen. Heidi Neundorfer erklärte zunächst, wie es geht. Dann durfte sich der Künstlernachwuchs ans Werk machen. Zunächst ging es darum, mittels einer Schablone das Motiv auf die Leinwand zu zeichnen.
Simon, der einzige Junge in der Mädchenrunde, hatte sich für ein Monster entschieden. "Weil die anderen Sachen nicht zu mir passen", erklärte der Neunjährige selbstbewusst. In der Gunst der Mädchen stand die Schablone eines Schmetterlings an erster Stelle, gefolgt von einer Feder. Hanna hatte für sich ein Apfelmotiv entdeckt. "Weil man schöne Muster reinzeichnen kann." Nachdem das Motiv aufgebracht war, musste in einem weiteren Arbeitsschnitt der Hintergrund komplett schwarz gestaltet werden. Damit es besser aussieht, wenn das Bild später an der Wand hängt, riet Heidi Neundorfer dem Künstlernachwuchs, auch die Ränder der Leinwände mit zu bemalen. Die kleinen Künstler arbeiteten hochkonzentriert, experimentierten und entfalten ihre Kreativität. Einige von ihnen nahmen noch ein zweites Bild in Angriff.
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