Thurnau

Beeindruckende Stimmen im Ahnensaal

katharina müller-sanke Im jüngsten Konzert der Reihe "Thurnauer Schlosskonzerte" stellten acht Studentinnen und Studenten der berühmten Opernsängerin Cheryl...
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Katharina Guglhör und sieben weitere Studenten der Hochschule für Musik zeigten unter Begleitung von Anahit Ter-Tatshatyan am Klavier im Thurnauer Schloss ihr beeindruckendes Können. Foto: Katharina Müller-Sanke
Katharina Guglhör und sieben weitere Studenten der Hochschule für Musik zeigten unter Begleitung von Anahit Ter-Tatshatyan am Klavier im Thurnauer Schloss ihr beeindruckendes Können. Foto: Katharina Müller-Sanke
katharina müller-sanke

Im jüngsten Konzert der Reihe "Thurnauer Schlosskonzerte" stellten acht Studentinnen und Studenten der berühmten Opernsängerin Cheryl Studer ihr Können unter Beweis. Die Bachelor- und Masterstudenten an der Hochschule für Musik Würzburg sangen Arien, Rezitative und Tanzlieder aus weltbekannten Opern. Studer selbst konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht beim Konzert ihrer Schützlinge im Rahmen von "Haus Marteau auf Reisen" dabei sein. Der Qualität tat das keinen Abbruch.
Das Konzert eröffnete Katharina Güglhör, die mit klarer, fester und fröhlicher Stimme sowie einer beeindruckenden Bühnenpräsenz mehrmals an diesem Abend zu hören war. Sie trug "Ich lad mir gerne Gäste ein" aus Johann Strauß' Fledermaus und später einen Auszug aus Mozarts "Le nozze die Figaro" vor.
Tamara Nüßl sang Rezitativ und Arie des Stephano aus Romeo und Juliette von Charles Gounod und Margarita Pazara die Arie der Barbarita aus "Le nozze di Figaro", was sie mit ihrem südländischen Charme nicht nur gesanglich hervorragend meisterte, sondern auch authentisch italienisch darbot.
Youjeong Ma als vierte weibliche Solistin an diesem Abend stand auf der Bühne und strahlte eine jahrelange Erfahrung aus, die das Publikum fesselte. Mit Leichtigkeit und ungeheurer Kraft sang sie Giacomo Puccinis Walzer der Musetta aus "La Boheme".
Bei den Männerstimmen waren Heesu Kim, Jinho Seo, Jinsu Kim und Saya Lee zu hören. Noch mehr als bei den Frauen, bei denen die Stimmgewalt schon beeindruckend war, zeigten die Männer einen überaus mächtigen Klang und ließen die Fenster des Ahnensaales im Thurnauer Schloss quasi vibrieren. Leicht konnte man sich ausmalen, wie diese Stimmen ein Opernhaus füllen können. Im Ahnensaal - vor allem in den vorderen Reihen - waren die Zuhörer vom immensen Klang gebannt.


Oper im Mittelpunkt

Dass im Rahmen der Schlosskonzerte dieses Mal die Oper im Mittelpunkt stand, war für Professor Anno Mungen, Leiter des Forschungsinstituts für Musiktheater der Universität Bayreuth, das im Thurnauer Schloss untergebracht ist, eine besondere Freude. Schließlich ist somit das zentrale Thema des Forschungsinstituts im Konzert abgebildet.
Das Konzert hatte eigentlich als Abschluss eines Meisterkurses des Hauses Marteau im Rahmen von Haus Marteau auf Reisen stattfinden sollen. Der Meisterkurs selbst war leider entfallen. Dass sich die Studenten dennoch auf den Weg nach Thurnau gemacht haben, freute die Besucher naturgemäß.
Die Veranstaltungsreihe "Haus Marteau auf Reisen" gastiert seit vielen Jahren regelmäßig in Thurnau. Dass die Schlosskonzerte stattfinden können und die herausragenden Künstler von Haus Marteau auf Reisen nach Thurnau kommen können ist nicht zuletzt zahlreichen Sponsoren zu verdanken, das betonte auch Klaus Förster, der den Landrat Klaus Peter Söllner beim Konzert vertrat.

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