Pretzfeld

Baumfällung sorgt für Misstöne

Mit Misstönen begann die jüngste Sitzung des Marktgemeinderats Pretzfeld. Karl-Ludwig Grodd (WPA) teilte gleich beim ersten Tagesordnungspunkt mit, dass er ...
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Mit Misstönen begann die jüngste Sitzung des Marktgemeinderats Pretzfeld. Karl-Ludwig Grodd (WPA) teilte gleich beim ersten Tagesordnungspunkt mit, dass er der Niederschrift der vorherigen Sitzung nicht zustimmen werde. Ihm fehle das Verständnis dafür, dass am Friedhof drei anstatt der geplanten zwei Bäume gefällt wurden. "Ich möchte, dass das ins Protokoll aufgenommen wird", so Grodd. Fünf weitere Räte stimmten dem Protokoll ebenfalls nicht zu.
Danach erteilte Bürgermeisterin Rose Stark (SPD/Ökologen) das Wort an Ingenieur Michael Schalle aus Memmelsdorf, der mit der Instandsetzung der Brücke in der Schulstraße über die Trubach beauftragt worden war. "Hier handelt es sich eigentlich nur um einen Umbau, da wir eine Betonplatte auflegen und ein neues Geländer anbringen wollen", erklärte der Ingenieur.
Für die Betonplatte habe man sich unter anderem entschieden, damit später auch ein Schneeräumer darüber fahren könne. Die Statik sei untersucht worden, die Breite bleibe erhalten, nur das Geländer würde ein wenig höher ausfallen, zählte Schalle auf.
Dieter Güttler (SPD/Ökologen) war aufgefallen, dass in den Plänen nicht aufgeführt war, dass das Fundament kontrolliert worden ist. Dazu erläuterte Schalle, dass er mit Erfahrungswerten arbeite: "Das Fundament hält die Betonplatte aus."


Sanierung ist möglich

Rose Stark berichtete, dass auch die Überprüfung der Brücke in der Bahnhofstraße in Auftrag gegeben worden war. Die Bürgermeisterin war erfreut, dass diese sanierungsfähig ist, da dadurch weniger Kosten anfallen. Einzige Einschränkung ist, dass die Brücke nicht für Schwerlast freigegeben wird.
Zum Zustand der Brücke sagte Michael Schalle, dass die Rostschicht nur minimal ist: "Das sieht schlimmer aus als es ist." Er hatte wohl favorisiert, während der Bauarbeiten das Bachbett trockenzulegen, doch gibt es einige seltene Tierarten, so dass dies nicht möglich ist.
Der Ingenieur informierte die Räte, dass Spritzbeton aufgebracht werden soll. Maria Hack (FA) fragte nach, ob dadurch nicht der Bach verschmutzt würde. Das verneinte Schalle, denn entsprechende Vorsichtsmaßnahmen werden getroffen. Die Arbeiten an den beiden Brücken sollen am 13. Juni beginnen und bis zum 6. Juli beendet sein. Besonders enttäuscht zeigten sich die Räte über ein Schreiben des Landratsamts. Hierin wird mit vielen Abkürzungen erklärt, dass für den Bau eines Radwegs zwischen Unterzaunsbach und Oberzaunsbach keine Dringlichkeit gegeben ist.


"Ich bin sehr enttäuscht"

"Ich bin sehr enttäuscht, dass man den Radweg so lapidar ablehnt, denn da geht es zum Wildpark. Aber man viel tot diskutieren", äußerte sich Gerhard Mühlhäußer (CSU/BB). Mathias Reznik (CSU/BB) fand den Brief ebenfalls sehr bedauerlich und forderte die Verwaltung auf, dranzubleiben.
Rose Stark hielt ein weiteres Schreiben an das Landratsamt nicht für sinnvoll. Sie schlug vor, sich im Rahmen des Projekts "Integrierte Ländliche Entwicklung" (ILE) mit anderen Gemeinden zusammenzutun. Die Räte zeigten einstimmige Bereitschaft zur Teilnahme an ILE. Erste Maßnahme ist ein vorbereitendes Seminar.


Ein Obergeschoss mehr

Mit einer Gegenstimme stimmten die Räte einer Bauvoranfrage für die Errichtung von Reihen- und Einzelhäusern im Gebiet "Altreuth II" zu. Hier können die Häuser ein weiteres Obergeschoss bekommen.
Zudem wird für ein Katastrophenschutz-Fahrzeug eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen, da dieses auch für andere Fahrten genutzt wird.

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