Weisendorf

Bauherren müssen künftig mehr Stellplätze einplanen

von unserem Mitarbeiter Richard Sänger Weisendorf — Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat die Richtzahlen für den Bau und Betrieb von Garagen sowie die Zahl der notwendig...
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von unserem Mitarbeiter Richard Sänger

Weisendorf — Das Bayerische Staatsministerium des Innern hat die Richtzahlen für den Bau und Betrieb von Garagen sowie die Zahl der notwendigen Stellplätze geändert. Die Aktualisierung der Richtzahlen für die Wohnungsgrößen wirkt sich auf die Garagen- und Stellplatzsatzungen der Gemeinden aus. Bisher galt für Wohnungsgrößen bis 75 m ² ein Stellplatz als ausreichend, in der neuen Verordnung wurde die Wohnungsgröße auf 60 m ² reduziert. Damit soll erreicht werden, dass mehr Stellplätze auf den Grundstücken entstehen und die Parksituation auf den Straßen verbessert wird.
Wie Bürgermeister Heinrich Süß in der jüngsten Sitzung des Weisendorfer Gemeinderats erläuterte, werden kleinere Wohnungen immer häufiger von zwei Personen bewohnt, was in den meisten Fällen auch zwei Autos bedeute. Günther Vogel (BWG/FW) forderte eine Überarbeitung der Satzung, da es bei Sozialwohnungen eine Ausnahmeregelung geben würde. "Wir haben damit in Weisendorf keine Probleme", erklärte dazu der Bürgermeister. Christiane Kolbet (Grüne) bemängelte den Ablösungsbetrag in Weisendorf, der mit 7600 Euro deutlich über dem von Erlangen liege.

Ablöse soll Ausnahme bleiben

"Wenn wir die Ablösesumme niedriger ansetzen, besteht die Gefahr, dass sich Hausbesitzer freikaufen und die Autos auf der Straße stehen", erklärte der Bürgermeister. Die Satzung solle etwas bewirken und nicht leichter machen, außerdem hinke der Vergleich mit Erlangen. Unterstützung bekam der Bürgermeister von seinem Vize Karl-Heinz Hertlein (CSU): "Wir bauen Straßen für den fließenden Verkehr und nicht für den ruhenden. Eine Ablöse soll die absolute Ausnahme bleiben. Außerdem wollen wir Situationen wie in Erlangen hier in Weisendorf überhaupt nicht haben", wies Hertlein das Ansinnen zurück. Unterstützung bekam die beiden Bürgermeister auch vom SPD-Rat Ludwig Paulus, der betonte, dass parkende Autos aufs Grundstück gehören und nicht auf die Straße. Die neue Satzung wurde dann einstimmig verabschiedet.
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