Herzogenaurach

Baugenossenschaft pflegt in der Eichelmühlgasse die Tradition

Mit einem Neubau in der Eichelmühlgasse wird die Herzogenauracher Baugenossenschaft Eintracht ihrem Auftrag gerecht, Wohnraum zu erstellen. Am Mittwoch wurd...
Artikel drucken Artikel einbetten
Zimmerermeister Richard Beiermeister (r.) trug, assistiert von Zimmerergeselle Roland Scherzer, den Richtspruch vor. Foto: Manfred Welker
Zimmerermeister Richard Beiermeister (r.) trug, assistiert von Zimmerergeselle Roland Scherzer, den Richtspruch vor. Foto: Manfred Welker
Mit einem Neubau in der Eichelmühlgasse wird die Herzogenauracher Baugenossenschaft Eintracht ihrem Auftrag gerecht, Wohnraum zu erstellen. Am Mittwoch wurde das Richtfest gefeiert. Nur wenige Bauherren halten noch ein Richtfest für ihre Handwerker ab. Daher hatten sich auf der Baustelle in der Eichelmühlgasse zahlreiche Interessenten versammelt, um diesem alten Brauch beizuwohnen.
An Stelle eines abgerissenen Altbaus aus dem Jahr 1922 mit sechs Wohnungen zu 40 bis 60 Quadratmetern entstehen neun Wohneinheiten mit jeweils rund 90 Quadratmetern. Die Erdgeschosswohnungen erhalten jeweils eine Terrasse, die Wohnungen in den Stockwerken darüber sind mit Balkonen ausgestattet. Den Dachstuhl zierte ein mit bunten Bändern geschmücktes Bäumchen, als Zimmerermeister Richard Beiermeister, assistiert von Zimmerergeselle Roland Scherzer, beide von der Zimmerei Armin Popp, seinen Richtspruch vom Dach kundtat. Es begann mit einem Dank an den Allmächtigen für die Hilfe bis hierher. Er solle das Bauwerk nach der Vollendung unter seine Obhut nehmen.


Das dritte Glas bleibt unversehrt

Nach altem Brauch leerte Beiermeister das erste Glas zu Ehren des Bauherrn, der Baugenossenschaft Eintracht, und ließ es auf dem Boden zerschellen, um das Gebäude vor Sturm und Ungewittern zu schützen. Das zweite Glas auf den Architekten Ralf Wenisch zersplitterte ebenso. Das dritte Glas leerte er zu Ehren der Handwerker, der Meister und der Gesellen, die an diesem Bauwerk mitwirken. Es wird nach altem Brauch unversehrt aufbewahrt. Damit war der Wunsch verbunden, Gott möge das Bauwerk vor allem Unbill schützen. "So nimm ihn, Herr, in deine Hände und segne diesen Bau!", lautete der Wunsch von Beiermeister.
Für die Verantwortlichen der Baugenossenschaft ist besonders wichtig, dass vor allem Firmen aus Herzogenaurach oder der Region den Bau erstellen. Den Plan hatte das Architektenbüro Ralf Wenisch und Norbert Mößner erstellt, die Statik das Ingenieurbüro Welker. Für den Rohbau zeichnet die Firma Distler aus Neunkirchen am Brand verantwortlich, die Firma Armin Popp für die Zimmererarbeiten. Die Flaschnerarbeiten leistet die Firma Scheer, den Außenputz bringt die Firma Stiegler auf, den Innenputz und die Trockenbauarbeiten erstellt die Firma Leutner und Krebs. Die Firma Blos macht die Schreinerarbeiten, die Bodenbeläge verlegt die Firma Kuwe, die Fliesenlegerarbeiten macht die Firma Bohn. Für die Installations- und Sanitärarbeiten zeichnet die Firma Dirsch verantwortlich.
Es sind noch Wohnungen zu vergeben, Interessenten können sich bei der Baugenossenschaft Eintracht im Büro in der Erlanger Straße als Mieter bewerben.


was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren