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Kloster Banz

Bauern beklagen den Preisverfall

Landwirtschaft  Lichtenfelser und Coburger Landwirte wiesen in Kloster Banz auf die Probleme hin, mit denen sie zu kämpfen haben. Sie übergaben einen Zehn-Punkte-Katalog an die CSU-Landtagsfraktion, die zur Klausur in Banz tagt.
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Der Präsident des BBV-Bezirksverbands Oberfranken, Hermann Greif (Zweiter von links), und der Lichtenfelser BBV-Bezirksobmann Michael Bienlein (Dritter von rechts) überreichten in Kloster Banz eine Petition an Mitglieder der CSU-Landtagsfraktion. Foto: Matthias Einwag
Der Präsident des BBV-Bezirksverbands Oberfranken, Hermann Greif (Zweiter von links), und der Lichtenfelser BBV-Bezirksobmann Michael Bienlein (Dritter von rechts) überreichten in Kloster Banz eine Petition an Mitglieder der CSU-Landtagsfraktion. Foto: Matthias Einwag
von unserem Redaktionsmitglied 
Matthias Einwag

Kloster Banz — "Am allermeisten bewegt uns die Preismisere in der Landwirtschaft", sagt Hermann Greif, Präsident des BBV-Bezirksverbands Oberfranken. Greif war am Dienstagmittag mit etlichen Landwirten aus den Kreisen Lichtenfels und Coburg nach Banz gekommen, um am Rande der Klausurtagung der CSU-Landtagsfraktion gegen den weiteren Preisverfall für landwirtschaftliche Produkte zu protestieren.
Eigentlich hatte der Bayerische Bauernverband seinen Zehn-Punkte-Katalog an Ministerpräsident Horst Seehofer überreichen wollen, doch der Landesvater erschien nicht persönlich vor dem Klostertor. Also übergaben Hermann Greif sowie die BBV-Kreisobmänner Michael Bienlein (Lichtenfels) und Gerhard Ehrlich (Coburg) die Petition an eine Gruppe Landtagsabgeordneter - darunter Angelika Schorer (Vorsitzende des Landtagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten), Dagmar Brendel-Fischer und Jürgen Baumgärtner.


EU-Hilfspaket national umsetzen

"Bauern brauchen wirksame und direkte Hilfen" ist das Positionspapier überschrieben, das die BBV-Vertreter den CSU-Abgeordneten aushändigten. Darin fordern sie unter anderem die nationale Umsetzung des EU-Hilfspaketes und weisen auf die "existenzgefährdende Preismisere vor allem bei Milch, Fleisch und Ferkeln" hin. Verschärft worden sei die Situation in diesem Jahr durch die gravierende Trockenheit, die im Futter- und Ackerbau zu Erwerbsminderungen geführt habe. Im Kreis Lichtenfels, wo kleine Strukturen bei den Betrieben vorherrschen, sei die Situation besonders schlimm, sagte Michael Bienlein.
Hermann Greif verdeutlicht das am Beispiel der Milch: Seit über einem halben Jahr fallen die Preise. Sie rutschten sogar unter 30 Cent pro Liter, so dass die Milchproduktion für die Landwirte zu einem Draufzahlgeschäft geworden sei.
Die Bauern klagten zwar sehr über russische Embargos für Agarprodukte aus der EU, aber sie zeigten der Politik auch Lösungsmöglichkeiten auf. Es gelte, die Exportförderung zu beleben und Märkte zu öffnen oder neu zu erschließen. Hermann Greif: "Osteuropa, China, Indien: Dort sind potente Abnehmer, die Geld haben."

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