Sonnefeld

Bauer gestaltet den Wandel mit

Sonnefeld — Seit 1989 führt Dirk Bauer die Feuerwehr. Damit ist er einer der dienstältesten Kommandanten im Landkreis. Bei der Dienstversammlung im Gasthaus Walther sprachen ihm di...
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Zahlreiche Ehrungen für langjährigen Dienst gab es bei der Dienstversammlung der Sonnefelder Feuerwehr. Foto: Klaus Oelzner
Zahlreiche Ehrungen für langjährigen Dienst gab es bei der Dienstversammlung der Sonnefelder Feuerwehr. Foto: Klaus Oelzner
Sonnefeld — Seit 1989 führt Dirk Bauer die Feuerwehr. Damit ist er einer der dienstältesten Kommandanten im Landkreis. Bei der Dienstversammlung im Gasthaus Walther sprachen ihm die Aktiven einstimmig das Vertrauen für weitere sechs Jahre aus. "Mein Herz hängt an der Feuerwehr" bedankte sich Bauer, der in Zukunft einzelne Aufgaben auf mehrere Schultern verteilen will. Die Verantwortung für die "First Responder" übernimmt der zweite Kommandant, Norbert Wurst.
"Das Einsatzgeschehen hat sich gründlich geändert. Feuerwehrleute müssen heute fast Techniker sein", sagte Bürgermeister Michael Keilich mit Blick auf die gestiegenen Anforderungen im Dienst. Lobend sprach Keilich über das funktionierende System der Alarmierung mit Vernetzung über Gemeinde- und Kreisgrenzen hinaus. Sorge bereite der Kommune die insbesondere bei Einsätzen während der Arbeitswoche angespannte Personalsituation
Sieben Jugendliche - darunter drei Mädchen und zwei Nachwuchskräfte aus Bieberbach - hat Norbert Grundmann unter seinen Fittichen. "Im Zeichen des demographischen Wandels müssen wir verstärkt werben, sonst gehen uns die jungen Mitglieder aus", forderte Grundmann.
Auf die fortschreitende Diskrepanz zwischen mehr Anforderungen und schrumpfender Personaldecke verwies Kommandant Dirk Bauer im Jahresbericht. Erfolgreich absolvierten die Gruppen Gemeinschaftsdienste und probten auch die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren. "Allein ist es nicht mehr zu schaffen", sagte der Kommandant mit Blick in die Zukunft. Unter dem Motto "Feuerwehr zum Anfassen" seien die Kirchweihübungen zu "Highlights" geworden.
Brandeinsätze, Fehlalarmierungen, Sicherheitswachen, Verkehrssicherungsdienst, die Einsätze der "First Responder", Wohnungsöffnungen und sogar (mit Vermisstensuche) spiegelten sich in der gestiegenen Zahl der Einsätze wider. Wurden 2011 noch 235 Einsätze registriert, so waren es im vergangenen Jahr schon 256 und heuer stehe die Zahl bei bisher 230. Unter den 111 Aktiven befinden sich zehn Atemschutzträger.
Den Dank für die freiwillig, aber letztlich doch verpflichtend übernommene Verantwortung verband Landrat Michael Busch (SPD) mit der Bitte um ständige Bereitschaft zur Weiterbildung. Dem seit vier Jahrzehnten aktiven Hartmut Bauer überreichte Busch eine Überraschung in Form eines Gutscheins für einen Erholungsaufenthalt im Heim des bayerischen Feuerwehrverbandes.
Als "unabdingbar" bezeichnete es Kreisbrandrat Manfred Lorenz, dass Feuerwehr das Nachwuchsproblem zu meistern vermag. Die werde auch unter Einbeziehung von Frauen (Lorenz: "Die stehen ihren Mann") geschehen. Denn eines sei klar, sagte Lorenz: "Bezahlte Pflichtfeuerwehren könnten sich weder der Landkreis noch die Kommunen leisten." Ein gewisses Potenzial sah er in verstärkter Werbung für Jugend- und Kinderfeuerwehren. oe

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