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Baiersdorf
Führung 

Baiersdorf gedenkt der Juden

Die reiche jüdische Geschichte der Stadt Baiersdorf führt Horst Gemeinhardt auf einem Erinnerungsgang zu ihren ehemals jüdischen Häusern vor Auge.
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Im früheren Café Schorr wohnte der Hofbankier der Markgrafen von Bayreuth, Samson Salomon. Das erklärte Horst Gemeinhardt bei einem früheren Gedenkgang in Baiersdorf. Foto: Archiv, Pauline Lindner
Im früheren Café Schorr wohnte der Hofbankier der Markgrafen von Bayreuth, Samson Salomon. Das erklärte Horst Gemeinhardt bei einem früheren Gedenkgang in Baiersdorf. Foto: Archiv, Pauline Lindner
Eine Führung wird in Baiersdorf am 6. März im Zug der "Woche der Brüderlichkeit" (5. bis 12. März unter dem Motto: "Nun gehe hin und lerne") angeboten. Organisator ist Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Franken.
Der Erinnerungsgang mit Horst Gemeinhardt führt zu einstigen Wohnhäusern jüdischer Mitbürger in Baiersdorf. Treffpunkt ist in der Seligmannstr. 1 (Seligmann-Kindergarten); einige Parkplätze gibt es vor Ort, sonst am Großparkplatz an der Linsengrabenstr.
Das Gedenken und die historischen Informationen berühren die Seligmann- und Gerngros-Stiftung (beide Ehrenbürger), den Kindergarten, die Wohnhäuser dieser Familien und die von Metzger Hirschkind, Maler Ottensooser, Alpinist Merzbacher, Oberregierungsrat Lichtenstädter (sagte die Shoa voraus), vom Landrabbiner Diespeck, Hofresident Samson Salomon, die Kriegerdenkmäler, die ehemaligen Standorte von Synagoge und Rabbinerhaus, das christlich-jüdische Bildprogramm in der evangelsichen Stadtpfarrkirche, die "Stolpersteine" für die Shoa-Opfer Kohn.
Die Führung bezieht den Friedhof ein, wo es gilt, die "Steine zum Sprechen zu bringen": mitten in der Stadt gelegen (nicht wie im Landjudentum außerhalb), Bezirksfriedhof, Ausrichtung der Gräber "nach Westen" zur ehemaligen Synagoge, reiche Symbolik, Analyse einzelner Inschriften; eine laufende wissenschaftliche Dokumentation der Universität Bamberg wird exemplarisch vorgestellt.
Männer werden gebeten, eine Kopfbedeckung für den Besuch des jüdischen Friedhofs mitzubringen. red

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