Bamberg
ICE-Ausbau 

Bahntunnel nur bis zum Bahnhof?

Die Bamberger Allianz lehnt einen viergleisigen "Ausbau im Bestand" ab.
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"Mindestens 80 Prozent der Bamberger wünschen sich, dass die Bahn in einem Tunnel die Stadt durchquert - wir wünschen uns das auch." Der Vorsitzende der Stadtratsfraktion der Bamberger Allianz (BA), Dieter Weinsheimer, räumt zwar ein, dass diese hohe Zahl sich nur auf Bürgergespräche stützt, "aber wir müssen als Stadt endlich Position beziehen", bekräftigt er.
In einer Pressemitteilung der Fraktion erinnert Stadtrat Hans-Jürgen Eichfelder daran, dass sich die Fraktion für die gutachterliche Überprüfung der "eingehausten Güterzug-Ostumfahrung" eingesetzt habe. Nachdem diese Variante von einer Stadtratsmehrheit abgelehnt worden sei, müsse man sich für eine andere Variante entscheiden. Die Deutsche Bahn fahre hier einen stadtfeindlichen Kurs.
So sei es laut verschiedener Gutachten klar, dass eine viergleisige Durchfahrung der Stadt Bamberg nicht notwendig wäre, bekräftigt Stadtrat Michael Bosch. Dennoch verfolge die Bahn offensichtlich nur ihren Kurs. Die letzte Möglichkeit für die Stadt, sich für eine einigermaßen stadtverträgliche Lösung starkzumachen, ist nach den Worten Weinsheimers ein Tunnel unter der Stadt. Der viergleisige "Ausbau im Bestand", also oberirdisch durch die Stadt, sei für die Bamberger Allianz keine Lösung.
Die Stadt müsse auch Flagge zeigen, wenn die Bahn jetzt neuerdings im Bamberger Norden unüberwindliche Hindernisse für eine Tunnellösung sehe. Jetzt plötzlich sei die notwendige Gleisabzweigung nach Westen (Rottendorf-Würzburg) ohne Verbingungsgleis nicht mehr realisierbar. Die BA-Fraktion fordert dazu auf, zur Überprüfung dieser Feststellung der Bahn erforderlichenfalls ein von der Stadt selbst finanziertes, unabhängiges Gutachten anfertigen zu lassen.
"Es könnte aber auch noch eine andere Lösung geben", meint Stadträtin Ursula Redler: "Der Tunnel wird nur bis zum Bahnhof gebaut und taucht danach wieder auf, um ab dem Weyermann-Gebäude oberirdisch den Bamberger Norden zu durchqueren." red
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