Laden...
Redwitz

Backhäusla soll erhalten werden

Gemeinderat  Das Gremium einigte sich grundsätzlich darauf, dass das Gebäude vorerst nicht abgerissen wird. In der nächsten Sitzung sollen zwei Vorschläge diskutiert werden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das "Backhäusla" soll möglichst so erhalten werden, wie es jetzt ist.  Foto: Micheel
Das "Backhäusla" soll möglichst so erhalten werden, wie es jetzt ist. Foto: Micheel
von unserem Mitarbeiter Thomas Micheel

Redwitz — Im Mittelpunkt der ersten Gemeinderatssitzung im neuen Jahr stand die weitere Vorgehensweise bezüglich des "Backhäusla" im Rahmen der Neugestaltung der Fläche "Schützengarten".
Bürgermeister Christian Mrosek stellte fest, dass in der letzten Gemeinderatssitzung Architekt Böhmer ausgeführt hatte, dass die statische Prüfung ergeben habe, dass es das technisch und finanziell vorstellbare Maß überschreiten würde, das vorhandene Bauwerk zu erhalten. Eine Sanierung wäre wirtschaftlich nicht vernünftig. Der Sandstein sei zu weich. Bei Wegnahme der rückwärtigen Wand falle das Gebäude in sich zusammen. Ein Fundament sei nicht vorhanden. Der Architekt schlug folgende Möglichkeiten für die Gestaltung des "Backhäusla" vor: 1. Abriss des bestehenden Gebäudes ohne Neubau; 2. Abriss des bestehenden Gebäudes und Wiederaufbau eines Gebäudes in Sandsteinbauweise; 3. Abriss des bestehenden Gebäudes und Rekonstruktion in Form einer Pergola als Stahlkonstruktion; 4. Abriss des bestehenden Gebäudes und Errichtung eines Portals.

Gemeinsame Arbeit

Angeregt worden war, das "Backhäusla" in Gemeinschaftsarbeit mit Bürgern, Vereinen und einheimischen Betrieben wieder zu errichten. Isabel Strehle von der Regierung von Oberfranken habe bei einem Besuch zur Vorstellung der Rahmenplanung mitgeteilt, dass dies möglich wäre. Das benötigte Material könnte durch die Städtebauförderung bezuschusst werden, ließ der Bürgermeister wissen.
Nach den Vorgaben des Architekten war den Gemeinderäten bewusst, das "Backhäusla" nicht so erhalten zu können, wie es jetzt ist. Doch soll es so ähnlich wieder aufgebaut werden. "Wir haben die Maschinen da", wusste bezüglich der derzeitigen Baustelle im ehemaligen Schützengarten Bürgermeister Mrosek. Die Freie Wähler Fraktion wollte einem Abriss nicht zustimmen, wenn nicht vorher festgelegt werde, was genau mit dem "Backhäusla" geschehen wird. Wohl sei man sich bewusst, dass dieses alte Gebäude in letzter Zeit zweckentfremdet gewesen sei. Vorgeschlagen wurde es wieder aufzubauen, breiter und in Sandsteinbauweise, und dem Ganzen, versehen mit einer Sitzbank, die Funktion als Buswartehäuschen für Regens Wagner zu geben und als Durchgang zum Schützengarten gestaltet. Für die SPD stellte sich die Frage, was günstiger sei: Das "Backhäusla" durch den Bauhof selbst in die Hand zu nehmen oder eine Firma zu beauftragen. Als Variante einigte sich das Gremium auf eine Stahlkonstruktion, außen mit Sandsteinen verblendet. Eine breite Diskussion um die Vorgehensweise schloss sich an. Ein Gemeinderat bat zu bedenken, dass der Bauhof oft gebraucht wurde und dafür andere Arbeiten liegen bleiben mussten. Andere sahen sich mit der gesamten Diskussion nicht zufrieden, da auf der vergangenen Gemeinderatssitzung eine andere Richtung vorgegeben war. Vom Gemeinschaftsprojekt habe man sich jetzt weit entfernt. Befürchtet wurde weiter, dass sich die Optik verändere, wenn das "Backhäusla" einen halben Meter breiter werde. Auch sahen nicht alle Gemeinderäte die bisherige Funktion des alten Bauwerks in der geplanten Variante. Für die Februar-Sitzung soll von Bauingenieur Joachim Stefan ein Plan erstellt und die Kosten für die Ausführung durch eine Firma oder als Gemeinschaftsprojekt gegenübergestellt werden.

Wohnraumförderung

Für das kommunales Wohnraumförderprogramm der Gemeinde gab der Bürgermeister einen Sachstandsbericht. So wurden bisher acht Anträge gestellt und bewilligt. Die Zuschusshöhe und die damit gebundenen Mittel betragen 24 000 Euro. Nachdem die Auszahlung auf fünf Jahre verteilt werde, wurden im letzten Jahr als erste Rate 4100 Euro ausgezahlt. Gefördert wurden zwei Neubauten und sechs Wohnhauskäufe. Insgesamt wurden acht Kinder kindbezogen gefördert. Zwei Fälle betrafen Zuzüge von außerhalb, sechs Fälle Umzüge innerhalb der Gemeinde.
Gewährt hat der Gemeinderat die Überlassung der Schulturnhalle für den Kinderfasching an den SPD-Ortsverein sowie an die Ortsvereine für die öffentliche Faschingsveranstaltung am Faschingssamstag. Weiter wurden für die Durchführung des Kinderfaschings sowie für die Ausrichtung der Kinderfaschingsveranstaltungen in den Ortsteilen Zuschüsse gewährt.
Der Gemeinderat bestätigte weiter den neu gewählten stellvertretenden Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Obristfeld, Dirk Heide. Die Amtszeit beträgt sechs Jahre und beginnt mit sofortiger Wirkung.

Sondersitzung am 21. Januar

Der Bürgermeister lud zu einer Sondersitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 21. Januar, mit dem Thema "Ortskernsanierung" ein. Als Tagesordnung ist vorgesehen: die Vorstellung der Fortschreibung der vorbereitenden Untersuchung durch das beauftragte Büro Planwerk sowie eines Finanzierungs- und Betreiberkonzeptes für das Gutmann-Gebäude, der Jahresbericht des Quartiersmanagements und Ausblick auf zukünftige Aufgaben sowie die Ausschreibung eines betreuenden Büros für den Ideen- und Realisierungswettbewerb Ortskerngestaltung.
Für den Förderpreis des Landkreises Lichtenfels für herausragende Leistungen im Natur- und Umweltschutz könne die Gemeinde geeignete Kandidaten vorschlagen, ließ der Bürgermeister wissen. Aus dem Gremium wurde vorgeschlagen, dass sich der Wanderclub bewerben möge. Genehmigt wurde der Bauantrag von Sebastian Engelmann und Rebekka Hopf über einen Wohnhausneubau mit Einliegerwohnung "Am Schrötla".
Ein SPD-Gemeinderat bemängelte, dass die Walter-Schäffler-Straße noch nicht ausgeschrieben sei, obwohl deren Sanierung für das Jahr 2015 vorgesehen war. Dies werde geschehen, sicherte der Bürgermeister zu.


Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren