Rödental

Awo freut sich über Seniorenfitnessgeräte mit innovativen 3D-Druckerteilen aus Ahorn

Als ein Glücksfall für das Awo-Seniorenzentrum in Rödental hat sich der Besuch von Awo-Geschäftsführerin Ingrid Klingler-Joppich bei den Coburger Designtage...
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Heimbewohnerin Gunda Bär (Mitte), 92 Jahre, freut sich über die innovativen, im 3D-Verfahren gedruckten Ersatzteile von Carlos Prestien, Geschäftsführer der Cipres Technology Systems (Vierter von rechts), ebenso wie Ingrid Klingler-Joppich (Zweite von links), Margit Welscher (Dritte von rechts) und Christel Zschach (Zweite von rechts). Foto: privat
Heimbewohnerin Gunda Bär (Mitte), 92 Jahre, freut sich über die innovativen, im 3D-Verfahren gedruckten Ersatzteile von Carlos Prestien, Geschäftsführer der Cipres Technology Systems (Vierter von rechts), ebenso wie Ingrid Klingler-Joppich (Zweite von links), Margit Welscher (Dritte von rechts) und Christel Zschach (Zweite von rechts). Foto: privat
Als ein Glücksfall für das Awo-Seniorenzentrum in Rödental hat sich der Besuch von Awo-Geschäftsführerin Ingrid Klingler-Joppich bei den Coburger Designtagen herausgestellt. Am Info-Stand der Firma Cipres Technology Systems präsentierte Geschäftsführer Carlos Prestien den 3D-Druck von Kunststoffteilen. Cipres produziert seit 2004 in Ahorn bei Coburg Kleinserien und Funktionsteile sowie innovative Prototypen aus Kunststoff mittels Lasersintern. Mit E-Coloring wurde von Cipres das erste hochqualitative Verfahren zur nachträglichen Färbung von Kunststoffteilen eingeführt. Die Firma Cipres fertigt hauptsächlich Teile für die (Auto-)Industrie, hat sich aber auch weltweit mit ultramodernen "gedruckten" Brillen einen Namen gemacht. Gelegentlich werden auch individuell gefertigte Teile für Menschen mit Handycap hergestellt, wie ein Haltegriff für eine elektrische Zahnbürste bei weitgehendem Funktionsverlust der Handmuskulatur.


Glückliches Zusammentreffen

Es war ein glückliches Zusammentreffen der beiden Geschäftsführer, denn das Awo-Seniorenzentrum sucht seit längerem Ersatzteile für seine Seniorenfitnessgeräte, die im Handel nicht mehr lieferbar sind. Das Interesse von Geschäftsführer Carlos Prestien war geweckt, und so wurden zwölf Teile geordert: "Am Freitag in Auftrag gegeben, am Montag gezeichnet, am Dienstag gebaut, am Mittwoch gefärbt", kennzeichnet Carlos Prestien nicht ohne Stolz seine Arbeitsweise. Gleichzeitig entschied er sich, die Teile für den guten Zweck zu spenden.
Und so konnten die innovativen, im 3D-Druck gefertigten Plastikteile zur Freude von Heimleiterin Margit Welscher im Seniorenfitnessraum im Erdgeschoss des Awo-Seniorenzentrums Rödental in Empfang genommen werden. "Ohne diese Teile wären die teuren Fitnessgeräte nur noch kurze Zeit funktionstüchtig und müssten mit hohem finanziellen Aufwand ersetzt werden", erläuterte Margit Welscher. Das könne sich die Awo als gemeinnützige Einrichtung nicht leisten.
Seit 2007 trifft sich im Awo-Seniorenzentrum die Generation 60+, um an speziellen Geräten wie etwa Multifunktionsgeräten für Bein- und Armmobilität, Laufbändern und Galileo-Geräten, präventiv zu trainieren. "Momentan laufen fünf Seniorenfitness- und drei Galileokurse", berichtete Natalia Richter, Leiterin des Awo-Bürgertreffs. Die Sport- und Gesundheitskurse ergänzten die Angebote der präventiven Gesundheitskurse. Die Kurse werden von ehrenamtlichen Kursleitern an allen Wochentagen zu unterschiedlichen Zeiten angeboten. Die Bewohner des Awo-Seniorenzentrums trainieren ebenfalls an den Geräten und werden von einer Physiotherapeutin und dem sozialen Dienst betreut. Weitere Nutznießer des Seniorenfitness-Studios sind Vereine der Senioren- und Behindertenarbeit in Rödental. Anmeldungen für die Seniorenfitness-Kurse nimmt Natalia Richter vom Awo-Bürgertreff Rödental, Telefon 09563/726672 entgegen. red

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