Kulmbach

"Automobilindustrie vor einer Zeitenwende"

"Die Automobilindustrie steht vor einer Zeitenwende." Das sagte Andreas Tröger, Obermeister der oberfränkischen Kfz-Innung, bei der Freisprechungsfeier in d...
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"Die Automobilindustrie steht vor einer Zeitenwende." Das sagte Andreas Tröger, Obermeister der oberfränkischen Kfz-Innung, bei der Freisprechungsfeier in der Kulmbacher Dr.-Stammberger-Halle.
Neben den 120 angemeldeten Junggesellen waren zahlreiche Ehrengäste, Betriebsinhaber und Ausbilder sowie Eltern und Angehörige gekommen, so dass die Halle mit über 400 Besuchern bestens gefüllt war.
Andreas Tröger betonte, dass in Oberfranken 186 Prüflinge, darunter fünf weibliche, ihre Gesellenbriefe entgegennehmen dürfen. Die jungen Absolventen seien Automobilprofis im Kfz-Handwerk. Sie müssten sich zwar keine Sorgen um einen Arbeitsplatz machen, vor dem Hintergrund der gravierenden Umwälzungen in der Automobilwirtschaft in einer bisher nicht gekannten Geschwindigkeit appellierte Tröger jedoch an die frischgebackenen Gesellen, sich lebenslang fortzubilden und intensiv mit den neuen Techniken und Verfahren zu beschäftigen, um den künftigen Anforderungen gerecht zu werden.
Der Obermeister schilderte, mit welcher Geschwindigkeit und in welchem Ausmaß sich die Automobiltechnik weiterentwickele. Er nannte dabei die Stichworte vernetztes autonomes Fahren, batteriegetriebene Lastwagen, Virtual Reality oder E-Mobilität und forderte die Gesellen auf, "ihre Karriere selbst in die Hand zu nehmen, und sich insbesondere den Themen der neuen, digitalen und vernetzten Autowelt zu widmen".


Anspruchsvoll und sicher

Thomas Zimmer, der Präsident der Handwerkskammer für Oberfranken, freute sich mit den Absolventen und beglückwünschte sie zum erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung in einem anspruchsvollen und zugleich zukunftssicheren Handwerksberuf.
Zimmer ermunterte die jungen Leute, nun künftig ihr Potenzial zu testen und Erfahrungen zu sammeln, um die eigenen Fähigkeiten und Talente kennenzulernen und fördern. Da kaum ein beruflicher Lebenslauf heutzutage mehr gradlinig verlaufe, wolle das Handwerk den Jugendlichen mit einer aktuellen Imagekampagne den Druck für die berufliche Zukunft nehmen und ihnen verdeutlichen, dass auch in diesem modernen und attraktiven Kfz-Beruf alle Wege offenstehen.
Auch der Kulmbacher Oberbürgermeister Henry Schramm und stellvertretender Landrat Dieter Schaar gratulierten den Gesellen herzlich zur bestandenen Prüfung. Die Festreden beendete der Prüfungsbeste, Dennis Kux, der sich erleichtert zeigte, den ersten Schritt in der beruflichen Entwicklung geschafft zu haben. Nun gelte es für jeden Einzelnen, sich weiterzubilden und sich selbst Perspektiven zu schaffen.
Nach der feierlichen Freisprechung überreichten Obermeister Tröger, Geschäftsführer Gerhard Fischer und der Prüfungsausschussvorsitzende Siegfried Zillig die Gesellenbriefe. Aus dem Prüfungsbezirk Bayreuth-Kulmbach hatten 58 Auszubildende die Prüfung absolviert. red
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