Knetzgau
Unfall 

Autofahrer wird schwer verletzt

Ein 23-Jähriger verunglückte auf der Maintalautobahn zwischen den Anschlussstellen Haßfurt und Knetzgau.
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Völlig zerstört wurde der Seat bei dem Unfall auf der Maintalautobahn. Der junge Fahrer erlitt schwere Verletzungen und kam per Hubschrauber in eine Klinik.  Foto: News5/Ferdinand Merzbach
Völlig zerstört wurde der Seat bei dem Unfall auf der Maintalautobahn. Der junge Fahrer erlitt schwere Verletzungen und kam per Hubschrauber in eine Klinik. Foto: News5/Ferdinand Merzbach
klaus schmitt

Bei einem spektakulären Unfall auf der Maintalautobahn (A 70) ist am Montagabend ein 23-jähriger Autofahrer aus dem Landkreis Haßberge schwer verletzt worden. Lebensgefahr besteht offensichtlich nicht, bestätigte die Polizei am Dienstag.
Der Verkehrsunfall passierte zwischen 19 und 19.30 Uhr auf der Fahrbahn in Richtung Bamberg zwischen den Anschlussstellen Haßfurt und Knetzgau. Nach den Angaben der Verkehrspolizei Werneck hatte der 23-Jährige, der allein im Seat saß, aus unbekannten Gründen die Kontrolle über seinen Wagen verloren. Das Auto prallte in die Mittelschutzplanke und kam knapp 200 Meter weiter nach rechts von der Fahrbahn ab. Der Seat "durchpflügte die Böschung", wie die Polizei weiter beschrieb, überschlug sich und drückte auf etwa 20 Metern den Wildschutzzaun nieder. Auf der Seite blieb der Wagen liegen.
Laut Polizeiangaben war der Fahrer nicht angeschnallt. Der 23-Jährige wurde aus dem Auto geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte den Verletzten in ein Krankenhaus nach Würzburg.
Am Seat entstand Totalschaden. Den Gesamtsachschaden schätzt die Verkehrspolizei auf knapp 15 000 Euro.
Nach bisherigen Erkenntnissen war kein anderes Fahrzeug am Unfall beteiligt. Der Seat war laut Verkehrspolizei Werneck "mit hoher Geschwindigkeit" unterwegs. Während der Bergungsarbeiten musste eine Fahrspur gesperrt werden.


Schutzengel fuhr mit

An die Unfallstelle wurde auch die Feuerwehr gerufen. Die Truppe aus Haßfurt erkannte, dass der Autofahrer "einen großen Schutzengel" gehabt habe. Die Feuerwehr war auch deshalb alarmiert worden, weil zunächst die Gefahr bestand, dass das verunglückte Auto Feuer fangen würde. In einer ersten Meldung an die Feuerwehr hatte es geheißen, dass der Wagen zu brennen beginne. Das bestätigte sich jedoch nicht, wie die Haßfurter Feuerwehr am Dienstag mitteilte. Die Kontrolle mit der Wärmebildkamera ergab, dass der vermeintliche Rauch von auf dem Motorblock verdampfendem Kühlwasser stammte. Auch die Batterie des Fahrzeugs konnte als mögliche Brandgefahr ausgeschlossen werden. Sie war laut den Feuerwehrangaben durch die Wucht des Unfalls aus dem Motorraum gerissen und rund 30 Meter weit in eine Wiese
katapultiert worden.


Viele Helfer an der Unfallstelle

Im Einsatz waren die Feuerwehr aus Haßfurt mit fünf Fahrzeugen und 24 Einsatzkräften, zwei Streifenwagen der Verkehrspolizei, drei Fahrzeuge des Bayerischen Roten Kreuzes, der Rettungshubschrauber und die Autobahnmeisterei aus Knetzgau.

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