Mit dem Thema "Betriebliche Integration von Flüchtlingen" haben sich Antje Düll und Siegfried Schuster von der Einrichtung WAB (Wohnen - Arbeiten - Befähigen) Kosbach in einem Seminar beschäftigt. Für ihre Teilnahme wurde ihnen jetzt von Staatsministerin Ilse Aigner eine Urkunde überreicht, teilt die WAB mit.
Gerade kleine und mittelständische Betriebe fänden angesichts des demografischen Wandels kaum Auszubildende, seien jedoch hinsichtlich eines Vertragsabschlusses mit jungen Asylbewerbern und -berechtigten häufig noch skeptisch, sei es wegen der notwendigen Qualifikation als Zugangsvoraussetzung oder der für Außenstehende kaum zu durchschauenden bürokratischen Hürden. Hier gelte es, mit Aufklärung und tatkräftiger Unterstützung entgegenzuwirken.
Da die WAB Kosbach in ihren drei Häusern in Adelsdorf seit einem Jahr 28 unbegleitete minderjährige Asylbewerber betreut, sei dieses Seminar sehr hilfreich für die Mitarbeiter gewesen. Insbesondere standen laut Pressemitteilung die Aufenthalt und Arbeitsmarktzugang betreffenden rechtlichen Rahmenbedingungen im Vordergrund. Neben dem Einleben in den deutschen Alltag und dem Erlernen der deutschen Sprache sei eine fundierte berufliche Ausbildung für eine erfolgreiche Integration unabdingbar. Sowohl die Jugendlichen als auch die Mitarbeiter in den ausbildenden Betrieben werden von den Fachkräften der WAB Kosbach vor Ort gefördert.


Hilfe auch für über 18-Jährige

Bisher werde allerdings wenig beachtet, dass die Nachsorge über das 18. Lebensjahr hinaus kaum geregelt ist. In Hinblick auf diese Herausforderung möchte sich die WAB Kosbach dementsprechend weiterbilden und das erworbene Wissen nicht nur praktisch anwenden, sondern auch an andere Organisationen weitervermitteln. red