Frensdorf
Kita 

Aus Containern wird Holzhaus

Der Hort im Frensdorfer Kinderhaus muss aufgrund der großen Nachfrage erweitert werden.
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Die Leiterin der Hortgruppe Julia Geissler, Bürgermeister Jakobus Kötzner(rechts) und Awo-Geschäftsführer Werner Dippold haben bei der Planung zusammengearbeitet.  Fotos: Evi Seeger
Die Leiterin der Hortgruppe Julia Geissler, Bürgermeister Jakobus Kötzner(rechts) und Awo-Geschäftsführer Werner Dippold haben bei der Planung zusammengearbeitet. Fotos: Evi Seeger
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Als "das größte und innovativste in ganz Oberfranken" wurde das Kinderhaus Sankt Elisabeth schon bei der Einweihung vor fast genau zwei Jahren bezeichnet. Noch immer ist die in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt arbeitende Kita die größte in Oberfranken. Bald schon wird sie weiter wachsen: Eine zweite Hortgruppe zur Betreuung der Grundschüler wird hinzukommen.
Derzeit werden im Hort 25 Schüler der ersten bis vierten Klasse betreut. Zum Schuljahresbeginn im September sind jedoch 60 Kinder angemeldet. Die große Nachfrage sprengt die vorhandenen Räumlichkeiten. Die Arbeiterwohlfahrt Bamberg und die Gemeinde Frensdorf planen daher die Erweiterung des Horts um eine Gruppe. Auf dem Außengelände der Kita stehen fünf Container mit etwa 80 Quadratmetern Nutzfläche, die bislang als Lager genutzt wurden. Sie sollen zu einem neuen Gebäude umgerüstet und mit einer überdachten Verbindung an das Haupthaus angeschlossen werden. Eine Außenhaut aus Holz und ein begrüntes Dach sollen für ein angenehmes Raumklima sorgen. "Das wird ein richtiges kleines Holzhaus", erklärt Werner Dippold, Geschäftsführer der Arbeiterwohlfahrt Bamberg. Die Kosten für die Erweiterung in Höhe von rund 100 000 Euro teilen sich die Awo als Träger und die Gemeinde Frensdorf. Grünes Licht für das Vorhaben gaben die Räte in ihrer jüngsten Sitzung.
Dass das Kinderhaus seit seiner Einweihung nichts an Innovation eingebüßt hat, zeigt die Planung für das Projekt. Werner Dippold ist "von den tollen Ideen" seiner Mitarbeiter, die wohl die Impulse gaben, begeistert: Die kahle Rasenfläche, bislang allenfalls als Bolzplatz genutzt, soll zu einem attraktiven Außenbereich umgestaltet werden. Ein Spielbereich, Erholungsräume und ein kleiner Nutzgarten sind geplant. Die im Garten gezogenen Kräuter und Gemüse sollen beim Kochen selbst verarbeitet werden. Dazu soll - direkt an das Kinderrestaurant angrenzend - ein überdachter "Außenbereich Kochen" geschaffen werden. "So etwas gibt es in der ganzen Region nicht", freut sich Dippold.


Zuzug junger Familien

Im Frensdorfer Kinderhaus seien nahezu vierzig Awo-Mitarbeiter beschäftigt, berichtet Werner Dippold. Ab September sollen im Kinderhaus Sankt Elisabeth 250 Kinder betreut werden. Dass die Zahl der Hortkinder dermaßen "explodiert" ist, dürfte zum einen auf den stetigen Zuzug von jungen Familien zurückzuführen sein. Zum anderen ist es aber auch die erste Generation im neuen Kinderhaus, die jetzt an die Grundschule überwechselt. "Die Freundschaften, die sich in der Kita gebildet haben, bleiben gerne auch in der Schulzeit zusammen", erklärt sich Bürgermeister Jakobus Kötzner (AWL) den Run auf die Hortbetreuung. Werner Dippold rechnet in den nächsten Jahren sogar mit noch mehr Hortkindern. Ab der fünften Klasse findet die Hortbetreuung der Schüler dann in der Schule selbst statt.
Das Frensdorfer Kinderhaus ist Teil des großen Awo-Verbands, der seine Schwerpunkte in Kinderbetreuung, Pflegeeinrichtungen, Behinderten- und Migrationsarbeit sieht. In Stadt und Landkreis Bamberg kümmern sich rund 1300 Mitarbeiter um diese Aufgaben.

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