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Forchheim
Schreibwettbewerb  

Aufsätze über die Tafel 9

Oberstufenschüler der Forchheimer Gymnasien haben sich mit der Porta Vorchheimensis befasst. Am Montag findet der Ehrungsabend mit der Preisvergabe statt.
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Die neunte Tafel der Porta Vorchheimensis in der Fußgängerzone Foto: Josef Hofbauer
Die neunte Tafel der Porta Vorchheimensis in der Fußgängerzone Foto: Josef Hofbauer
Der Schreibwettbewerb des Rotary-Clubs in Zusammenarbeit mit der Stadt Forchheim und den beiden Gymnasien Herder (HGF) und Ehrenbürg (EGF ) befindet sich in der neunten Runde. Am Montag, 21. November, findet um 19 Uhr in der Sparkassen-Hauptstelle in Forchheim die Prämierung der Preisträger statt.
Der Wettbewerb soll gleichermaßen die Auseinandersetzung mit der Stadtgeschichte fördern und das kulturelle Bewusstsein stärken. Nebenbei sollen auch journalistische/literarische Talente entdeckt werden. Initiiert wurde der Wettbewerb von Rudolf Schifferer, dem Alt-Präsidenten des Rotary-Clubs. Er und Friedbert Stühler, verantwortlicher Lehrer für das Herder-Gymnasium, treiben das Projekt weiter voran. Das Thema im neunten Jahr des Aufsatzwettbewerbs: die Tafel 9 der Porta Vorchheimensis, des Kunstwerks in der Fußgängerzone.
Diese Tafel widmet sich dem Handwerk der Glockengießer. Darauf steht: "In der Festungsstadt gab es bekannte Geschütz- und Glockengießereien." Abgebildet sind unter anderem Glocken und eine Kanone.


2002 aufgestellt

2002 wurde die Porta Vor chheimensis aufgestellt. Gesponsert wurde sie vom Rotary-Club Forchheim. Sie ist ein Werk des Künstlers Harro Frey. Das Forchheimer Handwerk allgemein war über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt. Allen voran stand die Gießhütte.
Die Forchheimer Gießhütte lieferte fast 200 Jahre lang, vom 16. bis 18. Jahrhundert, Hunderte von Glocken, aber auch Geschütze für das fränkische Land. Zu erzählen ist von der Gießerfamilie Kopp und vom Glockengießer Roth. Und nicht zuletzt vom Gasthof "Zur blauen Glocke" in der Hauptstraße 8.
Auch Kunstwerke wie die Grabplatte eines Domherren im Bamberger Dom oder die Tafeln am Heinrichsgrab entstanden in Forchheim.
Die Schüler haben sich diesen Stoff vorgenommen und zum großen Teil wieder in spannende Erzählungen verpackt. Die Bedingungen für die Schüler lauteten: Umfang circa vier bis fünf Seiten DIN A4. Am Montag lesen die Preisträger drei bis vier Minuten aus ihren Werken. Es gibt Geldpreise, nach Rang abgestuft. Anschließend lädt der Rotary-Club Forchheim die Teilnehmer zum Umtrunk ein.
Die Aufsätze der ersten sechs Jahre sind in einem Kompendium zusammengefasst erschienen unter dem Titel "Blickpunkt Porta Vorchheimensis - Jugendliche schreiben über Forchheims Geschichte, Band 1". Die Tafeln 7 bis 12 sollen in einem weiteren Band folgen.
"Wir wollen erreichen, dass sich weitere Schüler-Jahrgänge am Wettbewerb beteiligen", sagt Rudolf Schifferer. Im nächsten Jahr feiert der Wettbewerb zehnjähriges Jubiläum. red