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Steinwiesen

Auflösung verhindert

Steinwiesen — Es wäre das Ende eines Traditionsvereins gewesen, der bereits seit 140 Jahren Bestand hat. Wenn bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung sich niemand bereit er...
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Steinwiesen — Es wäre das Ende eines Traditionsvereins gewesen, der bereits seit 140 Jahren Bestand hat. Wenn bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung sich niemand bereit erklärt hätte, den Vorsitz zu übernehmen, wäre eine Auflösung des Feuerwehrvereins Steinwiesen vielleicht nicht zu verhindern gewesen.
Doch so weit sollte es nicht kommen. Ein junger Mann von gerade mal knapp 19 Jahren wagte es und stellte sich zur Wahl. Mit zwölf Jahren war Lukas Richter zur Jugendfeuerwehr gekommen und der Verein war ihm im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen. "Ich bin zwar jung, aber mit Hilfe der erfahrenen Feuerwehrler, egal ob aktiv oder passiv, werde ich es schon schaffen", meinte der junge Mann. Und er sei lernfähig, wolle nicht einfach in eingefahrene Bahnen schlittern, sondern seine Vorstellungen verwirklichen.
Ihm zur Seite als Stellvertreter steht ein erfahrener Feuerwehrmann. Stephan Kirsch trat 1990 in die Feuerwehr ein, engagierte sich sofort im Atemschutz und als Maschinist. In den vergangenen fast 25 Jahren seines aktiven Dienstes konnte man sich immer darauf verlassen, dass er da war, wenn er gebraucht wurde - sei es im Einsatz oder bei kulturellen Ereignissen und Festen.
Der bisherige kommissarische Vorsitzende Bruno Beierlorzer hatte vor der Wahl einen kleinen Rückblick gehalten. Bereits vor drei Jahren hatte er unter ähnlichen Voraussetzungen den Verein übernommen und gehofft, jemanden für seine Nachfolge zu finden. Aber bei der Jahreshauptversammlung im Januar 2015 war niemand bereit, diesen Posten zu übernehmen. "Wir haben uns zusammen gesetzt, im Rathaus gemeinsam mit dem Bürgermeister, und verschiedene Gespräche geführt. Beierlorzer: "Gott sei Dank haben die Bemühungen gefruchtet."
Für Bürgermeister Gerhard Wunder wäre es das Schlechteste gewesen, wenn sich der Verein hätte auflösen müssen. Gerade die Gemeinde hat die Aufgaben, nicht nur die aktive Wehr, sondern auch den Feuerwehrverein zu unterstützen. Er appellierte an die Steinwiesener Feuerwehrler, die Verantwortung im Verein auf mehrere Schultern zu verteilen. Susanne Deuerling

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