Schlüsselfeld

Auflagen für Windräder lassen Gegner hoffen

Schlüsselfeld — Die zwei zwischen Aschbach und Wüstenbuch geplanten Windräder seien jetzt genehmigt, berichtete Bürgermeister Johannes Krapp (CSU) in der Sitzung des Stadtrats. Die...
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Schlüsselfeld — Die zwei zwischen Aschbach und Wüstenbuch geplanten Windräder seien jetzt genehmigt, berichtete Bürgermeister Johannes Krapp (CSU) in der Sitzung des Stadtrats. Die Stadt Schlüsselfeld hatte zwar vor Monaten die Zustimmung zu diesem Vorhaben verweigert, das Landratsamt habe jedoch das Einvernehmen der Kommune "ersetzt".
Wie immer, wenn es um die umstrittenen Windräder ging, war der Sitzungssaal voll besetzt. Vor allem die Anwohner des Ortsteils Wüstenbuch sind gegen die Windräder. Sie fürchten durch die Anlagen, die in einer Entfernung von etwa tausend Metern zur Wohnbebauung entstehen sollen, eine Beeinträchtigung ihrer Lebensqualität. Die zweite Nachricht des Bürgermeisters dürfte die Windrad-Gegner einigermaßen hoffnungsvoll stimmen: Mit der Genehmigung der beiden Anlagen sind eine ganze Reihe laut Bürgermeister "nicht zu unterschätzender" Umweltauflagen verbunden. So muss erneut eine Bewertung des Tötungsrisikos für sechs Vogelarten erfolgen. Besonders ins Gewicht fällt der "Wespenbussard". Über dessen Vorkommen und Verhalten müssen die Investoren, das Unternehmen Wind Works aus Mülheim an der Ruhr, ein Gutachten vorlegen. "Nachbesserungen" durch einen größeren Kartierungsumfang werden zudem für den Schwarzstorch gefordert. Sollten die Aussagen des Gutachtens dahin gehen, hält Bürgermeister Krapp es für möglich, dass während der Brutzeit des Wespenbussards die Windräder still stehen müssten. Das Gutachten könne aber erst in der nächsten Brutsaison erstellt werden. Nach Krapps Worten könnte das Unternehmen zwar jetzt mit dem Bau beginnen, gehe damit aber das Risiko ein, dass die Windräder während der Brutzeiten über Wochen still stehen. Krapp vermutet daher, "dass sie das Gutachten abwarten werden".
Für die Stadt Schlüsselfeld geht es zudem um die Erschließung des Standorts, die sie für nicht gesichert ansieht. Das von den Investoren vorgelegte Erschließungsangebot ist nach Aussage der Verwaltung nicht ausreichend. "Damit wir keinen Fehler machen, werden wir einen Rechtsanwalt einschalten", erklärte Krapp. See

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