Forchheim

Aufforstung der Innenstadt?

Forchheim — Die Forchheimer Grünen (FGL) fordern eine massive "Aufforstung" der Forchheimer Innenstadt. Es habe laut einer Pressemitteilung sich gezeigt, dass bei hohen Temperature...
Artikel drucken Artikel einbetten
Forchheim — Die Forchheimer Grünen (FGL) fordern eine massive "Aufforstung" der Forchheimer Innenstadt. Es habe laut einer Pressemitteilung sich gezeigt, dass bei hohen Temperaturen die Innenstadt mehr oder weniger aussterbe, was man zum Beispiel bei den Afrika-Kulturtagen beobachten konnte.
"Dicht bebaute Innenstädte heizen sich enorm auf und erreichen bis zu zehn Grad mehr als die Umgebung. Dem kann man wesentlich durch Bäume mit großer, dichter Krone entgegenwirken", sagt der promovierte Agrarwissenschaftler Axel Schauder von der FGL. Die Grünen kritisieren, dass die Forchheimer Innenstadt von Sattlertorstraße über Rathausplatz und Hauptstraße praktisch baumfrei ist. "Die paar traurigen Pflänzchen, die da verloren rumstehen, sind ein Witz. Sie bieten weder Schatten noch haben sie Einfluss auf das Innenstadtklima", sagt Emmerich Huber, Sprecher der Grünen Forchheim.
Bei weit über 30 Grad bleiben die Kunden aus und da bieten auch Sonnenschirme kaum Abhilfe, heißt es in der Mitteilung weiter. Allerdings müsse man auf die Auswahl der Bäume achten, weil viele typische Stadtbäume wie Linden der Trockenheit und den hohen Temperaturen kaum mehr standhalten. Man werde auf südliche Gewächse wie breitkronige Akaziensorten und Platanen umsteigen müssen. Entsprechende Initiativen wollen die Grünen nach der Sommerpause starten.

Thema Stolpersteine

Erneutes Vergehen an den Opfern oder angemessenes Gedenken? In diesem Spannungsfeld diskutierten die Forchheimer Grünen das Thema Stolpersteine. "Das ist, als würden die Opfer der Nazis erneut mit Füßen getreten und deshalb bin ich dagegen", hatte Charlotte Knobloch, ehemalige Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, bei ihrem Besuch im März in Forchheim auf die Frage von Stadträtin Heike Schade geantwortet, wie sie zu Stolpersteinen stehe. Knoblochs Einstellung hat Stolpersteine in München bisher verhindert.
Dennoch ist der Grünen-Ortsverband einhellig der Meinung, dass Stolpersteine ein würdiges und angemessenes Gedenken an die ehemaligen jüdischen Mitbürger sind. Auch Emmerich Huber, der aus München kommt, war bisher nicht unbedingt ein Verfechter der Steine. Überzeugt hat ihn die Teilnahme an der Stolpersteinverlegung in Bamberg am 29. Mai. Die Forchheimer Grünen wollen das in dieser Richtung aktive "Netzwerk für Respekt und Toleranz" unterstützen. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren