Hammelburg

Auf den Spuren Kolpings

Am 151. Todestag des seligen Adolph Kolping feierte die Kolpingsfamilie den traditionellen weltweiten Kolpinggedenktag. Markus Schneider konnte als Vorsitze...
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Peter Langer ging auf das Wirken Adolph Kolpings ein.  Fotos: Gerhard Becker
Peter Langer ging auf das Wirken Adolph Kolpings ein. Fotos: Gerhard Becker
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Am 151. Todestag des seligen Adolph Kolping feierte die Kolpingsfamilie den traditionellen weltweiten Kolpinggedenktag. Markus Schneider konnte als Vorsitzender fast die Hälfte der Mitglieder im Saal des Pfarrzentrums begrüßen. Von den als langjährige Mitglieder zu Ehrenden waren allerdings nur Winfried Breun und Gerhard Fella anwesend (siehe Bild). Winfried Breun ist seit 60 Jahren, Gerhard Fella seit 40 Jahren Mitglied der KF Hammelburg.
Im Mittelpunkt des Treffens stand eine szenische Lesung, in der Peter Langer, Bildungsreferent der Kolping-Akademie Würzburg, das Wirken Adolf Kolpings als Gründer der Gesellenvereine Revue passieren ließ. Auf seinen vielen Reisen durch die deutschsprachigen Länder, aber auch nach Norditalien und Kroatien knüpfte Kolping freundschaftliche Kontakte mit Priestern, Bischöfen und Handwerksmeistern und warb so persönlich für die Idee der Gesellenvereine.
Mal zitierte Langer als "Vater Kolping" aus dessen Reistagebüchern, mal als Kutscher von den Erlebnissen auf der Reise (siehe Bilder). Die Frucht dieser aufreibenden und kräftezehrenden Reisen waren bis zum Tod Adolf Kolpings im Jahr 1865 über 400 Gesellenvereine und Hospize für fahrende Gesellen und über 25 000 Mitglieder, aber auch der frühe Tod, vier Tage vor dem 52. Geburtstag.
Auch für Kenner der Kolping-Biographie bot diese Darstellung viele neue und interessante Details. In seiner Predigt zum Festgottesdienst zitierte Präses Thomas Eschenbacher, in Bezug auf das Jahres-Motto der Pfarreien-Gemeinschaft "Brücken bauen - weil die Liebe Christi uns drängt", einen Brief von Papst Johannes Paul II. von 1982, in dem der Papst Kolping als "Brückenbauer" von europäischen Format bezeichnete. Durch sein tiefes Gottvertrauen und seine selbstlose Liebe habe er ein großes, Grenzen überschreitendes Werk geschaffen, das heute nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen Ländern der Dritten Welt segensreiche Bildungsarbeit leistet. Kolping zeige aber auch, was ein gläubiger Mensch schaffen kann, auch wenn er aus einfachen Verhältnissen stammt.

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