Kronach

Auf 190 mal 139 Zentimetern Werke mit großer Strahlkraft geschaffen

Kronach — Noch bis zum 27. November wird im Landratsamt die Ausstellung "Die sieben Werke der Barmherzigkeit" von Martin Schmidt gezeigt. Zu sehen sind auf den Bildern keine Mensch...
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Die Ausstellung "Die sieben Werke der Barmherzigkeit" soll zum Nachdenken anregen.  Foto: Veronika Schadeck
Die Ausstellung "Die sieben Werke der Barmherzigkeit" soll zum Nachdenken anregen. Foto: Veronika Schadeck
Kronach — Noch bis zum 27. November wird im Landratsamt die Ausstellung "Die sieben Werke der Barmherzigkeit" von Martin Schmidt gezeigt. Zu sehen sind auf den Bildern keine Menschen, sondern der Betrachter wird mit "Funktionen" auf den 190 mal 139 Zentimetern großen Flächen konfrontiert. Auf faszinierendster Weise kann sich der Besucher der Ausstellung als Gebender, Rettender, Dürstender, Schutzbedürftiger der Barmherzigkeit, oder auch umgekehrt, erleben. Von Weitem erscheinen einem die Arbeiten des Künstlers als Fotos, doch je näher man geht, desto besser werden die feinen Bleistiftstriche und der Aufwand für diese Technik sichtbar.
Der Vorstandsvorsitzende der Rummelsberger Diakonie, Günter Breitenbacher, bezeichnete die Werke angesichts der Flüchtlingssituation als "sehr gewichtig". Die Zeichnungen hätte eine große Ausstrahlungskraft. Inhaltlich gehe es um die "Überlebungsrechte" der Menschen und um die Frage, wo man Gott begegnen könnte.
Die "Sieben Werke der Barmherzigkeit" sind die Grundlage für den Dienst am Menschen und die Basis der Arbeit der Rummelsberger. Breitenbach erklärte auch die einzelnen "Werke der Barmherzigkeit". Es geht dabei um "Hungrige speisen", Durstige tränken, Fremde beherbergen, Nackte bekleiden, Gefangene besuchen und Tode bestatten.
Der Regionalleiter Oberfranken, Fritz Glock, wünschte, dass diese Bilder die Besucher zum Nachdenken anregen. Er ging auch auf die Arbeit der Rummelsberger im Bereich der Kinder- und Jugendhilfe ein und wies auf bestehende Kontakte mit dem Landratsamt Kronach hin.
Landrat Oswald Marr war überzeugt, dass die "Sieben Werke der Barmherzigkeit" immer mehr an Bedeutung gewinnen würden. Angesicht der anwesenden Flüchtlinge im Landkreis äußerte er sich dankbar gegenüber den Menschen, die sich bei der Bewältigung der damit verbundenen Aufgaben mit einbringen. "Wenn wir offen sind und aufeinander zugehen, können wir die Situation meistern!" Die Kreiskulturreferentin, Gisela Lang, zeigte sich bewegt von den Bildern und den Ausführungen. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Duo "Zeitlos" mit Alexandra Förtsch und Werner Suchy. vs


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