Oeslau

Arbeit mit Herzblut

Auf eine intakte, leistungsfähige und vor allem aber auch leistungsbereite Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) können sich die Rödentaler Bürge...
Artikel drucken Artikel einbetten
Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen standen bei der Hauptversammlung der BRK Bereitschaft Rödental-Einberg an.  Foto: Martin Rebhan
Zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen standen bei der Hauptversammlung der BRK Bereitschaft Rödental-Einberg an. Foto: Martin Rebhan
Auf eine intakte, leistungsfähige und vor allem aber auch leistungsbereite Bereitschaft des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) können sich die Rödentaler Bürger verlassen.
Bereitschaftsleiter André Klink verwies in seinem Bericht zur Hauptversammlung auf 536 Dienste, die am Ende mit 10 490 Arbeitsstunden von 65 Aktiven zu Buche schlugen. Insgesamt zählen sich zur Bereitschaft 87 Mitglieder. Somit hat sich diese Zahl zum Jahr 2015 nicht geändert. Deutlich machte Klink, dass sich die Mitglieder auch außerhalb der Bereitschaftsarbeit fürs Rote Kreuz engagieren. So konnte er unter anderem von der ehrenamtlichen Tätigkeit im Rettungsdienst und Mitwirkung der der Unterstützungsgruppe Sanitätseinsatzleitung im Katastrophenschutz berichten. Viel Zeit und Herzblut investierten die Aktiven auch in Aus- und Fortbildung.
Nicht böse war der Bereitschaftsleiter, dass die Einsätze im Bereich der Schnellen Eingreifgruppe (SEG) etwas zurückgegangen sind. "Zu insgesamt sieben Einsätzen ist unsere SEG gerufen worden", ließ Klink wissen. Als andere den Jahreswechsel feierten, stand die Bereitschaft Rödental bereit, die integrierten Leitstelle im Notfall mit dem Rettungswagen unterstützen zu können. Auch in Rödental wurden im vergangenen Jahr sechs Blutspendetermine durch die Bereitschaft unterstützt. Wie den Ausführungen von Hannelore Engel zu entnehmen war, wurden dazu 1414 Bürger begrüßt und 1292 Blutkonserven gewonnen. Leider ging die Anzahl der Spender um 178 zurück.
Aktiv ist die Bereitschaft in der Breitenausbildung und der Ausbildung auf Kreisebene. So wurden 19 Kurse in "Erster Hilfe" , 64 Theorie- und Fahrschulunterrichte für die Helferführerscheinausbildung sowie diverse Einheiten in der Sanitätsausbildung abgehalten.


Ohne Geld geht nichts

Vor eine Herkulesaufgabe wurden die Helfer gestellt, als im Februar 2016 die Frankenhalle in Neustadt als Notunterkunft geschlossen und durch ein Industriegebäude in Rödental abgelöst wurde. "So galt es in kürzester Zeit neben der neuen Flüchtlingsunterkunft eine Kleiderkammer für die neu eintreffenden Menschen zu errichten", erinnerte sich André Klink.
Ein nicht unerheblicher Teil der geleisteten Dienststunden floss in die Mittelbeschaffung. Hauptanteil nahm dabei die Altkleidersammlung in Anspruch, bei der 63 Tonnen zusammengetragen wurden. Aber auch der Losverkauf am Weihnachtsmarkt trug erheblich zur Finanzierung der Bereitschaft bei. Von einer überaus regen Jugendgruppe der 19 Kinder und Jugendliche angehören, berichtete Jennifer Mann berichten. Nach ihren Worten brachten die Nachwuchskräfte bei 36 Aktivitäten 370 Dienststunden ein.
Kreisbereitschaftsleiter Udo Hoppe nahm sich der Finanzierung an. Für ihn sind die Frühjahrs- und Herbstsammlungen wichtige Termine, da man auf die Spenden der Bevölkerung angewiesen sei. Hoppe: "Anschaffungen wie Unterrichtsmaterial, Bekleidung, Benzin usw. muss von den Bereitschaften selbst erarbeitet werden".
"Es ist beeindruckend, was hier geleistet wird", fasste der Rödentaler Bürgermeister Marco Steiner (FW) seine Anerkennung des Engagements der Bereitschaft zusammen. Steiner forderte die Verantwortlichen auf, die Kameradschaftspflege nicht zu vergessen. "Sie ist wichtig, um das Team zusammenzuhalten", betonte das Stadtoberhaupt. Martin Rebhan
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren