Burkheim
Bürgergespräch 

Anschluss an die Kläranlage läuft

Das dörfliche Geschehen im Gemeindeteil Burkheim stand im Mittelpunkt, wobei auch die Einwohnerschaft die Gelegenheit nutzte, um ihre Anliegen vorzubringen.
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Der Anschluss von Burkheim und Pfaffendorf an die Kläranlage in Burgkunstadt hat begonnen. Wie unser Bild zeigt, wird von einer Fachfirma bereits eine Druckleitung nach Röhrig verlegt und an das bestehende Leitungsnetz der Abwasserbeseitigung angeschlossen.  Foto: Dieter Radziej
Der Anschluss von Burkheim und Pfaffendorf an die Kläranlage in Burgkunstadt hat begonnen. Wie unser Bild zeigt, wird von einer Fachfirma bereits eine Druckleitung nach Röhrig verlegt und an das bestehende Leitungsnetz der Abwasserbeseitigung angeschlossen. Foto: Dieter Radziej
Im Gasthof Fiedler eröffnete Bürgermeister Robert Hümmer das Bürgergespräch für den Gemeindeteil Burkheim. Einleitend stellte er die Gesamtsituation der Gemeinde Altenkunstadt dar, ging auf die Finanzen, die Investitionen, sowie die Steuerhebesätze, Wasserverbrauchsgebühren und das Kanaleinleitungsentgelt ein. Gratulationen sprach er gleich zu Beginn der Feuerwehrjugend von Burkheim aus, die anlässlich des Kreisjugendleistungsmarsches einen hervorragenden zweiten Platz belegen konnte.


Industriegebiete erforderlich

Hinsichtlich der Abwasserbeseitigung bemerkte Hümmer, dass diese von Pfaffendorf und Burkheim künftig mit einer Druckleitung in Richtung Röhrig geführt und in das bestehende Leitungsnetz der Kläranlage in Burgkunstadt eingebunden werden. Zur Aufwertung des Kordigastes sagte der Bürgermeister, dass eine Projektgruppe ihre Tätigkeit aufgenommen habe; die Vorstellung deren Ergebnisse ist im Oktober bei einer öffentlichen Veranstaltung in der Grundschulturnhalle von Altenkunstadt vorgesehen.
Es folgte die Überleitung zur allgemeinen Aussprache und hier ging Ferdinand Martin auf die dörfliche Entwicklung ein, wobei er es zwingend erforderlich nannte, dass Industriegebiete ausgewiesen werden, damit Neuansiedlungen von Unternehmen erfolgen können. Denn viele Kinder streben eine höhere Bildung an oder studieren, finden dann aber in ihrem häuslichen Umfeld keine qualifizierten Arbeitsplätze und ziehen weg, so dass in absehbarer Zeit vielleicht einmal die Ortschaften zu regelrechten "Geisterdörfern" werden könnten. Bürgermeister Robert Hümmer fand dafür Verständnis und verwies darauf, dass es auch Verhandlungen hinsichtlich einer Gewerbegebietsausweisung gebe. In diesem Zusammenhang tauchten auch Fragen auf, was mit den Leerständen (Rewe-Markt, Autohaus Seidler) geschehe. Hier bestehe Interesse, allerdings entschieden grundsätzlich die Investoren, wobei es zudem nicht einfach sei, so Hümmer, neue Mieter oder Eigentümer zu finden, wenn Geschäftsgebäude auf Erbpachtgrundstücken errichtet wurden.


Keine Verfüllung nötig

Nach der Situation am Frohn-berg bei Prügel erkundigte sich Heinz Hümmer und hier erwiderte Bürgermeister Hümmer, dass Untersuchungen und ein Gutachten zu dem Ergebnis geführt hätten, dass die Fahrbahn durch Stützen in den Kellern abgesichert werde, wobei die Keller selbst dann in regelmäßigen Abständen auf ihre Sicherheit überprüft werden können; eine Verfüllung wurde als nicht erforderlich gesehen. Allerdings bleibe die Geschwindigkeitsbeschränkung der Ortsdurchfahrt von Prügel auf 30 Stundenkilometer bestehen.


Aussetzer der Ortsbeleuchtung

Thomas Knauer fragte nach, weshalb eine Heckenlandschaft zwischen Burkheim und Tauschdorf so radikal zurückgeschnitten wurde, wobei er sich hier einen etwas gefühlvolleren Umgang mit der Natur gewünscht hätte. Die Verwaltung sagte hier eine Überprüfung zu, wenngleich auch der Hinweis kam, dass eine Heckenlandschaft hin und wieder auch auf den Stock gesetzt werden muss, damit sie sich neu entwickeln könne. Die Ortsbeleuchtung in Tauschendorf hat immer noch "Aussetzer", darauf wies Markus Hümmer hin; Bürgermeister Hümmer sagte zu, diese Information an das zuständige Versorgungsunternehmen weiterzugeben. Dietmar Krohm und Lorenz Fischer sprachen die Gehsteigsituation und den Zustand der Bürgermeister-Püls-Straße an, während sich Leonhard Zapf nach dem Winterdienst auf dem Gehweg bei Burkheim in Richtung Isling erkundigte; dieser verlaufe entlang einer Staatsstraße, gab Zweiter Bürgermeister Georg Deuerling zu bedenken. Reinhold Barnickel erinnerte zurück an den Ausbau der Ortsdurchfahrt von Burkheim, wobei die örtlichen Straßen auch als Ausweichstrecken mit einbezogen wurden. Hier hieß es einmal: "Wenn die gesamte Ausbaumaßnahme abgeschlossen ist, werden die Ortsstraßen wieder saniert", was allerdings nie geschehen sei.

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