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Hammelburg

Anschluss an den Abwasserzweckverband

"Das heutige Programm wird eher trocken sein". Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) die Gemeinderatsmitglieder und Verwaltu...
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"Das heutige Programm wird eher trocken sein". Mit diesen Worten begrüßte Bürgermeister Gotthard Schlereth (CSU/FWG) die Gemeinderatsmitglieder und Verwaltungsmitarbeiter zur 21. Gemeinderatssitzung im Rathaus von Oberthulba.
Kernthema des Abends war der Anschluss des Gemeindeteils Schlimpfhof an den Abwasserzweckverband (AZV) Thulba-Saale. Bisher sind sechs der acht Ortsteile Oberthulbas an den AZV über einen zentralen Sammler angeschlossen, der in Hammelburg mündet.


Weitere Gasteinleiter

Der Ortsteil Wittershausen verfügt über eine eigene kleine Kläranlage. Schlimpfhof leitet bisher als Gasteinleiter in die Kläranlage Albertshausen ein, an die auch die Bad Kissinger Ortsteile Albertshausen und Poppenroth angeschlossen sind. Da der bestehende Sammler über ausreichend Kapazitäten verfügt, sollen nun gemeinsam mit der Stadt Bad Kissingen die Orte Schlimpfhof, Albertshausen und Poppenroth an den AZV angeschlossen werden. Dazu ist der Neubau einer 1,1 Kilometer langen Leitung von der Kläranlage Albertshausen bis zum Sammler nach Oberthulba nötig. Der Baukostenanteil für die Marktgemeinde beträgt rund 254 000 Euro sowie rund 15 000 Euro Betriebskosten im Jahr.
Zweiter Bürgermeister Jürgen Kolb freut sich, die Bad Kissinger Stadtteile als Gasteinleiter gewinnen zu können, um die Kosten zu verteilen. Auf Nachfrage von Frank Sieg, ob nach dem Bau mit einem Anstieg der Abwasserpreise zu rechnen sei, erwiderte Kämmerer Klaus Blum, dass der Neubau in den Kostenplan aufgenommen ist, und vor 2018 nicht mit einer Gebührenanhebung zu rechnen sei.
Um die Themen Wasser und Abwasser handelten auch die Satzungsänderungen für die öffentlichen Wasserversorgungsanlage (WAS) und Entwässerungsanlage (EWS). Diese beinhalten die jeweiligen Abgaberichtlinien für die Verbraucher. "Gibt es noch Fragen zu dem trockenen Thema des Wassers?", versicherte sich Bürgermeister Schlereth mit einem Augenzwinkern bei den Gemeinderäten. Ohne weitere Wortmeldungen wurden beide Änderungsanträge einstimmig angenommen.
Auch die Freiwilligen Feuerwehren haben ihre Satzungen auf Anweisungen aus dem Innenministerium auf Gendergerechtigkeit anpassen müssen. Künftig wird statt "Kommandant" zusätzlich auch die weibliche Form "Kommandantin" in den Satzungen geführt werden. "Kommandant ist ein Titel wie Hauptmann bei der Bundeswehr. Ein weiblicher Hauptmann heißt auch nicht Hauptfrau" wendete Torsten Büchner ein. "Ich habe nichts gegen die weibliche Form, aber diese Genderisierung von allem und jeden geht zu Lasten der Leserlichkeit von Texten" ergänzte Jürgen Kolb.
Ab Januar 2018 ist laut Beschluss des Landtages jede Gemeinde verpflichtet, ein angemessenes technisch-organisatorisches Maß innerhalb der elektronisch gestützten Verwaltung zu unterhalten. Nicole Wehner von der Gemeindeverwaltung stellte das Projekt mit dem sperrigen Namen - Informationssicherheits-Managementsystem - kurz: ISIS12 vor.


Schlankere Verwaltungsabläufe

Dies soll in zwölf Schritten die Verwaltungsabläufe in der Gemeinde vereinfachen und gleichzeitig die Datensicherheit, auch vor Cyberangriffen von außen erhöhen. Bayern hat dazu einen Fördertopf eingerichtet, der für heuer bereits erschöpft ist. Oberthulba möchte sich für 2017 um diese Mittel bemühen. "Für uns ist es wichtig, einen reibungslosen Verwaltungsbetrieb mit dem nötigen Maß an Sicherheit, für Leute, die mit bösen Absichten kommen, sicherzustellen", so Schlereth.
Die jährlichen Zuschüsse über 5048 Euro für den Caritas-Verband wurden einstimmig genehmigt. Der Verband unterhält mehrere Einrichtungen in der Marktgemeinde. Dies entspricht 15 Cent je Einwohner.

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