LKR Coburg

"Angebot im ÖPNV reicht nicht aus"

ÖPNV  Der Nahverkehrsplan im Kreis Coburg sei zu überarbeiten, meinen der Fahrgastverband Pro Bahn und der VCD. Das wollen sie mit einem offenen Brief an Landrat Busch verdeutlichen.
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Coburg — Die Kreisgruppe Coburg des ökologischen Verkehrsclubs VCD sowie die Regionalgruppe Coburg/Südthüringen des Fahrgastverbandes Pro Bahn nehmen nach Aufforderung durch die Arbeitsgemeinschaft ÖPNV für Stadt und Landkreis Coburg Stellung zum Nahverkehrsplan. Demnach widersprechen sie grundsätzlich der formellen Rechtmäßigkeit des Nahverkehrsplan, da die Verfahrensvorschriften nicht eingehalten worden seien, wie es in der in einer Pressemitteilung veröffentlichen Stellungnahme heißt.

"Das ist kontraproduktiv"

Einer der Gründe: Das Recht der Verbände auf eine diskriminierungsfreie Anhörung sei nicht gewährt worden. Eine fachliche Abwägung der Stellungnahme von VCD und Pro Bahn durch die verantwortlichen Gremien des Kreistages des Landkreises Coburg sowie des Stadtrates der Stadt Coburg sei nicht möglich, da die Beschlussfassung innerhalb von wenigen Wochen nach Ablauf der Anhörungsfrist erfolgen soll. "Wir weisen darauf hin, dass der Beschluss zum Nahverkehrsplan dann formell rechtswidrig zustande kommt und wir diesem widersprechen", heißt es in der Stellungnahme an die Arbeitsgemeinschaft. VCD und Pro Bahn sehen den vorgelegten Entwurf des Nahverkehrsplanes deswegen kritisch, da dieser nicht der Ziele der Gestaltung eines öffentlichen Nahverkehrs im Raum Coburg entspreche. Gerade mit dem gewünschten regelmäßigen ICE-Halt in Coburg sei es kon traproduktiv, das Verkehrsangebot im Regionalbusverkehr um 20 Prozent kürzen zu wollen und am Wochenende den Nahverkehr mehr oder weniger einzustellen oder nur Anrufsammeltaxis anzubieten.
"Wir schlagen daher den Gremien vor, dass der Nahverkehrsplan nicht abzulehnen, sondern zu überarbeiten ist. Dies werden wir mit einem offenen Brief an Landrat Busch verdeutlichen", schreiben Gerd Weibelzahl, VCD Kreisgruppe Coburg, und Burkhard Eßig, Pro Bahn- Regionalgruppe Coburg/Südthüringen.

Ist vielleicht kein Geld da?

Weiter äußern sie sich so: "Wir rügen, dass beim vorgelegten Minimalkonzept zur Entwicklung des Nahverkehrs in der Region auf eine betriebswirtschaftliche Bewertung des Angebotskonzeptes verzichtet wurde. Somit lässt sich aus den Unterlagen nicht entnehmen, ob das Minimalkonzept notwendig ist, weil ,kein Geld da ist‘ oder ob nicht eine ambitionierte Planung wie die des VCD (...) für die öffentlichen Haushalte möglich wäre." red

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