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Himmelkron

An der Himmelkroner Autobahnkirche kann jetzt Strom getankt werden

Die Elektromobilität wird im Landkreis Kulmbach großgeschrieben. Gestern wurde die erste Elektro-Ladesäule in einer Kreisgemeinde in Betrieb genommen. Sie s...
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Die Inbetriebnahme der E-Ladesäule am Parkplatz der Autobahnkirche erfolgte im Beisein zahlreicher Gäste. Die Weihehandlung nahm Pfarrer Ignacy Kobus (links) vor.  Foto: Werner Reißaus
Die Inbetriebnahme der E-Ladesäule am Parkplatz der Autobahnkirche erfolgte im Beisein zahlreicher Gäste. Die Weihehandlung nahm Pfarrer Ignacy Kobus (links) vor. Foto: Werner Reißaus
Die Elektromobilität wird im Landkreis Kulmbach großgeschrieben. Gestern wurde die erste Elektro-Ladesäule in einer Kreisgemeinde in Betrieb genommen. Sie steht an der Autobahnkirche in Himmelkron. Die erste Station überhaupt war bereits am Landratsamt eröffnet worden.
Damit können ab sofort am Parkplatz der Kirche Elektroautos mit Ökostrom geladen werden. Der Landkreis ist in Kooperation mit seinen Gemeinden dabei, eine flächendeckende E-Ladeinfrastruktur aufzubauen. So sollen weitere Säulen demnächst in den Gemeinden Marktleugast, Marktschorgast, Presseck, Stadtsteinach, Thurnau, Untersteinach und Wirsberg installiert werden.
Bürgermeister Gerhard Schneider (CSU) dankte der Firma N-Ergie aus Nürnberg für die Initiative. Eine Ladesäule verfüge über zwei so genannte Typ-2-Steckdosen mit einer Leistung von je 22 Kilowatt. An ihr können zwei Elektromobile gleichzeitig Ökostrom tanken und zwar bis auf weiteres kostenfrei. Das Ladekabel müsse mitgebracht werden.


Eigenanteil bei 4793 Euro

Die Kosten der Gemeinde bezifferte Schneider auf 4793 Euro. Darin enthalten seien der Beitrag für die Ladeinfrastruktur, der der Stromanschluss und die Beschilderung.
Landrat Klaus Peter Söllner (FW) wies darauf hin, dass der Landkreis seit mehreren Jahren Mitglied im Lenkungskreis Klimaschutz der Metropolregion Nürnberg ist. Dort sei das Thema Elektromobilität besprochen und ein sinnvoller Aufbau der E-Ladeinfrastruktur gefordert worden. Söllner machte deutlich, dass der Straßenverkehr einen großer Beitrag zur Senkung der Kohlendioxyd-Emissionen leisten könne. "Die Elektromobilität spielt dabei eine zukunftsweisende Rolle. Das Ziel der Bundesregierung lautet, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf deutschen Straßen rollen sollen. Noch sind wir weit von diesem Ziel entfernt, doch die Elektromobilität gewinnt zunehmend an Bedeutung, besonders wenn die Themen Klimaschutz, Klimawandel und Anpassungsstrategien im Fokus stehen."
Aber auch die zunehmende Feinstaubbelastung ist nach Ansicht des Landrats ein gewichtiges Argument für den verstärkten Einsatz von E-Autos. Um eine Erhöhung der Zahl zu erreichen, sei der gezielte Aufbau einer Infrastruktur auch im ländlichen Raum notwendig. Söllner: "Der Landkreis Kulmbach ist sehr dankbar für die Kooperation mit der N-Ergie. Der Einstieg in das Zukunftsthema Elektromobilität ist erfolgt."


Neun Säulen geplant

Rainer Kleedörfer von N-Ergie meinte, dass im Kreis zunächst neun Ladesäulen geplant sind. Das Potenzial sei groß. Für die Regierung von Oberfranken sprach Alexander Wagner anerkennende Worte. Rei.

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