Rentweinsdorf

An Auszug aus Ägypten erinnert

Pessachfeier   In Rentweinsdorf trafen sich Juden und Christen zur gemeinsamen Einkehr, einem besonderen Festmahl und neuen Sichtweisen zu altem und neuem Testament.
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Peter Wiebe, messiasgläubiger Jude und Leiter einer Gemeinde in Bonn, erschloss den Gästen die Bedeutung auch der rituellen Speisen wie dem Matzen-Brot. Foto: Beate Dahinten
Peter Wiebe, messiasgläubiger Jude und Leiter einer Gemeinde in Bonn, erschloss den Gästen die Bedeutung auch der rituellen Speisen wie dem Matzen-Brot. Foto: Beate Dahinten
von unserer Mitarbeiterin Beate Dahinten

Rentweinsdorf — Auf große Resonanz stieß die Pessachfeier im Marktsaal: Weit über 100 Gäste aus allen Altersgruppen kamen zu dem festlichen Abend.
Ostern und Pessach (Passah) - die beiden Feste lagen heuer so nahe beieinander wie selten. Grund genug für die evangelische Kirchengemeinde Rentweinsdorf und die Charismatische Erneuerung in der Erzdiözese Bamberg, zu einer Pessachfeier einzuladen.

Elemente eines Sederabends

Peter Wiebe, messiasgläubiger Jude und Leiter einer Gemeinde in Bonn, erschloss den Gästen die Bedeutung dieses Festes und die einzelnen Elemente eines Sederabends, der den Auftakt dazu bildet.
Mit der Feier des Pessach gedenken die Juden des Auszugs ihrer Vorfahren aus Ägypten, der Befreiung des Volkes Israel aus der Sklaverei. Für Juden, die an Jesus als den Messias glauben, und für Christen hat das Fest eine zusätzliche Bedeutung, sehen sie doch die Verheißungen Gottes in Jesus erfüllt.
 
Jesus als Opferlamm

Für sie ist Jesus das Opferlamm, dessen Blut die Rettung bedeutet, so wie das Blut der Lämmer auf den Türpfosten beim allerersten Pessach in der Nacht vor ihrem Auszug die Israeliten bewahrt hatte, als Gott die Ägypter gestraft hatte.
Peter Wiebe erläuterte nicht nur die Bedeutung der Gebete und symbolischen Speisen wie den bitteren Kräutern und dem ungesäuerten Brot (Matzen), sondern eröffnete eine für Christen ungewohnte Sicht auf das Alte und Neue Testament. Dabei ging er engagiert und mit einer Prise Humor zu Werke. Und wie es sich für ein Fest gehört, gab es Musik - in diesem Fall Lobpreis - und ein gutes Essen.
"Total super", lautete denn am Schluss das Fazit einer Besucherin, "ich fand es absolut interessant, mal die jüdische Seite zu sehen." Ihre Nebenfrau war ebenfalls angetan: "Es war eine ganz neue Erfahrung, aber eine sehr gute Erfahrung."
Und einem jungen Mann wurde der Bezug zwischen dem Volk Israel und Gott bewusst, "das war mir nie so richtig aufgefallen."
Wieder andere bekamen durch die Einführung Lust darauf, so eine richtige Pessachfeier mitzuerleben.

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