Herzogenaurach

Amateurfunker werben für neue Technik

Zum Vortrag "Hamnet - was ist das" begrüßte der Ortsverbandsvorsitzende der Funkamateure in Herzogenaurach, Ottmar Beierl, etliche Funkamateure aus Herzogen...
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Im Gespräch mit Referent Dieter Flasch (Zweiter von links) sind Ortsverbandsvorsitzender Ottmar Beierl sowie die Funkamateure Manfred Hofmann und Uli Stöcker (von links). Foto: privat
Im Gespräch mit Referent Dieter Flasch (Zweiter von links) sind Ortsverbandsvorsitzender Ottmar Beierl sowie die Funkamateure Manfred Hofmann und Uli Stöcker (von links). Foto: privat
Zum Vortrag "Hamnet - was ist das" begrüßte der Ortsverbandsvorsitzende der Funkamateure in Herzogenaurach, Ottmar Beierl, etliche Funkamateure aus Herzogenaurach und Umgebung sowie den Referenten Dieter Flasch im ASB-Heim.
Spannend, gleichzeitig technisch fundiert zeigte Flasch in seiner Präsentation auf, worum es sich bei dem geheimnisvollen Wort handelt. Demnach handelt es sich bei Hamnet um das Highspeed Amateur Multimedia Network, das Hochgeschwindigkeitsnetz der Funkamateure, das zunehmend an Bedeutung gewinnt und das klassische Packet-Radio-Netzwerk - darunter ist so etwas wie der Voläufer der E-Mail zu verstehen - zunehmend ablöst, weil dieses aufgrund seiner geringen Geschwindigkeit inzwischen fast zu einem Auslaufmodell wurde.
Jetzt schon ist Hamnet Flasch zufolge ein fester Bestandteil des Amateurfunkes, die Infrastruktur sei aber noch nicht überall präsent. Der große Vorteil: Hamnet biete Datenübertragungsraten im zweistelligen Megabitbereich.
Flasch schilderte die technischen Voraussetzungen für den Gebrauch von Hamnet, die Zugangshardware sei in aller Regel für unter 100 Euro zu erhalten, weshalb es sich um ein echtes soziales Netzwerk unter den Funkamateuren handele, das zudem unabhängig von Providern, also Telekommunikationsanbietern und dem Internet funktioniere. Zudem bietet Hamnet Flasch zufolge im Katastrophenfall ausfallsichere, breitbandige und weltweit betriebsfähige Netze an. Als im Jugoslawienkrieg alle bekannten technischen Übertragungsmöglichkeiten ausfielen, halfen Funkamateure aus Herzogenaurach der Partnerstadt Nova Gradiska, sagte Flasch. Nur über den Funkweg war es möglich, zu erfahren, welche Hilfsgüter dort gebraucht wurden. red

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