Ebelsbach
Leidenschaft 

Am liebsten ist er barfuß unterwegs

Egal, wo man ihn sieht: Der Ebelsbacher Hansi Dorn hat meist keine Schuhe an. Viel lieber läuft er "unten ohne". Das gilt eigentlich immer, wenn es über zehn Grad hat.
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Hansi Dorn und seine Jack Russel Terrier Hündin Sandy: Sobald es die Temperaturen einigermaßen zulassen, sind für ihn Schuhe kein Thema mehr - jedenfalls dann, wenn die beiden auf Achse sind. Seit fünf Jahren ist der Ebelsbacher meist barfuß unterwegs.  Foto: Ralf Naumann
Hansi Dorn und seine Jack Russel Terrier Hündin Sandy: Sobald es die Temperaturen einigermaßen zulassen, sind für ihn Schuhe kein Thema mehr - jedenfalls dann, wenn die beiden auf Achse sind. Seit fünf Jahren ist der Ebelsbacher meist barfuß unterwegs. Foto: Ralf Naumann
Die Vorteile überwiegen für ihn bei weitem. "Es ist einfach gesund. Gut für die Durchblutung und so etwas wie Massage für die Füße", sagt Hansi Dorn und lacht. Außerdem fühlt er sich dabei "frei", wenn er sozusagen "ganz unten ohne" mit seiner Jack Russel Terrier Hündin Sandy spazieren geht. Der Ebelsbacher ist ein leidenschaftlicher Barfußläufer. Er sagt: "Ich mache es halt unheimlich gerne."


Er läuft seit fünf Jahren barfuß

Dass er auch zu Hause meist ohne Schuhe unterwegs ist, liegt auch ein bisschen an seinem Beruf. Der 55-Jährige arbeitet in der Logistik und ist dabei sehr viel zu Fuß unterwegs - meist in Sicherheitsschuhen, acht Stunden lang. "Mit der Zeit werden die Füße da ganz schön warm. Erst recht im Sommer. Etwas Abkühlung in der Freizeit ist dann sicher nicht schlecht", begründet er den Beginn seiner Leidenschaft vor fünf Jahren.
Mittlerweile ist Hansi Dorn meist barfuß anzutreffen, wenn er mit Sandy unterwegs ist. Und seine "Gassi"-Runden können sehr lange dauern. Mehrere Stunden sind keine Seltenheit. Der Ebelsbacher benutzt dann oftmals nicht nur Gehsteige oder andere geteerte Wege.
Wenn etwa Stettfeld oder Steinbach das Ziel ist, geht es schon mal am steinigen Mainufer, an den Weinbergen entlang oder quer durch ein Stoppelfeld. Nicht selten ist das "Duo" auch mitten im Bach unterwegs.
Schmerzen empfindet Dorn dabei normalerweise keine - jedenfalls nicht mehr. "Mittlerweile hat sich natürlich eine Hornhaut gebildet. Da merkt man eigentlich nichts mehr."
Dass etwas nicht in Ordnung ist, merkt er zumeist nur dann, wenn es schon passiert ist. Etwa beim Tritt in eine Glasscherbe, was durchaus vorkommt. "Na, dann muss man die Splitter halt wieder rausmontieren, mit Wasser ausspülen und fertig."
Zu Beginn einer Freiluftsai-son muss er sich freilich zunächst wieder an die Gegebenheiten gewöhnen. "Auf Rollsplitt zwickt es schon gewaltig", grinst er. "Aber mit der Zeit geht es."


Mehr spezielle Abfalleimer

Was ihn viel mehr ärgert, ist das Verhalten einiger Zeitgenossen. "Ich bin auch schon mal in einen Haufen getreten, der an dieser Stelle rein gar nichts verloren hat." Er ärgert sich über Hundebesitzer, die zu bequem sind, die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner mittels Mülltüten zu entsorgen, obwohl diese an mehreren Orten kostenlos bereitgestellt werden. "Das ist wirklich nicht angenehm. Das ist einfach eine Sauerei." Gleichwohl plädiert er für noch mehr spezielle Abfalleimer, damit vor allem die Wegränder nicht noch mehr als Hundeklos dienen.
Eine bewusste "Winterpause" gibt es derweil nicht für ihn. Doch wenn es zu kalt wird, dann zieht er seine Schuhe wieder an, zumindest wenn er ins Freie geht. "Ich bin auch schon mal auf Schnee gelaufen", sagt Hansi Dorn, räumt aber ein: "Das war dann doch ein bisschen zu kalt." Ab zehn Grad aufwärts aber wagt er sich "ganz unten ohne" auf die Straßen.


Hansi Dorn ist weniger krank

Einen positiven Effekt hat der Ebelsbacher schon lange ausgemacht: Er ist weniger anfällig für Krankheiten. "Seit ich barfuß laufe, bin ich weitaus weniger krank. In der letzten Zeit gar nicht mehr", freut sich Hansi Dorn. Er rät anderen Hundebesitzern aber nicht nur deshalb dazu, es auch einmal barfuß zu probieren. "Das macht einfach Spaß", lautet seine Hauptbegründung.
Dass er von manchen Arbeitskollegen oder Freunden als "verrückt" bezeichnet wird, stört den Ebelsbacher nicht. "Sie müssen es erst einmal ausprobieren", entgegnet Dorn.
Der 55-Jährige jedenfalls bleibt seiner Leidenschaft treu. "Solange wie möglich."

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