Küps
Marktgemeinderat 

Altes Vereinsheim vor Abriss

Fünf Projekte sind nun bei der Förderoffensive Nordostbayern zur "Leerstandsbeseitigung" angemeldet. Die Dorferneuerung in Burkersdorf wurde zum Schwerpunkt-Thema.
Artikel drucken Artikel einbetten
Das alte Burkersdorfer Vereinsheim wurde zur sogenannten Leerstandsbeseitigung angemeldet. Ein Teil der Fläche soll für den Straßenausbau mit verwendet werden. Foto: VeronikaSchadeck
Das alte Burkersdorfer Vereinsheim wurde zur sogenannten Leerstandsbeseitigung angemeldet. Ein Teil der Fläche soll für den Straßenausbau mit verwendet werden. Foto: VeronikaSchadeck
Veronika schadeck

Am Anfang der Marktgemeinderatssitzung informierte Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) darüber, dass er fünf Projekte bei der Förderoffensive Nordostbayern zur "Leerstandsbeseitigung" angemeldet habe. Darunter zählen der Abbruch des alten Vereinsheimes in Burkersdorf und der Neubau des Dorfgemeinschaftshauses, die Sanierung der ehemaligen Lehrerwohnung der alten Schule in Au, die Sanierung des Gebäudes "Am Plan 2" im Ensemblebereich des Altortes von Küps. Rebhan wies darauf hin, dass weitere Objekte nachgemeldet werden könnten.
Die Dorferneuerung in Burkersdorf nahm am Dienstagabend den wesentlichen Schwerpunkt der Sitzung ein. Dabei ging es vor allem um die Vorstellung der Planungen zum Dorfgemeinschafts- und Feuerwehrhaus sowie zu der Gestaltung des Dorfplatzes.
Nachdem Alexander Hempfling vom Architekturbüro 3D das Projekt vorgestellt hatte, gab es sowohl Kritik, als auch Lob von den Mandatsträgern. So kritisierte Heiko Meusel (FW), dass das Gebäude aufgrund des nicht vorhandenen Dachvorsprungs "voll bewittert" werde. Zudem stimmten die Planungen nicht mit dem Dorfbild von Burkersdorf überein. Außerdem würde es seiner Meinung nach durchaus ausreichen, die Fassade zu verputzen und anzustreichen, statt einer teuren Variante. "Wir haben eine Dorferneuerung und keine Dorfmodernisierung", äußerte Dieter Lau (SPD) sein Unverständnis zu den Planungen. Das flache Dach sei kein Element, das in das Ortsbild passe. "Diese Zementplatten sind nicht das Gelbe vom Ei", kritisierte er die beabsichtigte Fassadenverkleidung.


"Mir gefällt die Frische"

"Ich bin begeistert", so Ursula Eberle-Berlips (CSU). Die Planungen für das Dorf- und Gemeinschaftshaus seien symbolisch für die Aufbruchsstimmung, die in Burkersdorf vorhanden ist. Und: "An was sollen sich die Planungen anpassen?" Außerdem sei ihr die Meinung der Burkersdorfer Bevölkerung wichtig. "Mir gefällt die Frische", lobte Gerhard Sesselmann (FW) den Entwurf. Außerdem sei er bei der Bürgerversammlung anwesend gewesen und er hatte den Eindruck, dass die Burkersdorfer mit den Planungen einverstanden sind.
Alexander Hempfling wies auf die Förderungen im Rahmen der Dorferneuerung durch das Amt für ländliche Entwicklung hin. Die Beamten vertreten die Auffassung, dass die aktuellen Planungen nicht "störend" auf das Gesamtbild von Burkersdorf wirken. "Wir dürfen keine 0-8-15-Bauten machen. Wir müssen uns weiter entwickeln."
Klaus Müller vom Ingenieurbüro IVS stellte die Planungen für den Dorfplatz mit Kinderspielplatz vor. Es ging dabei um die Zufahrt zum Feuerwehrhaus, um die Schaffung von einer Fläche für Übungen, um die Wegeführung und darum, dass Obstbäume auf dem Areal des Kinderspielplatzes beseitigt werden müssen. Dafür sollen andere Bäume gepflanzt werden.
Bürgermeister Rebhan wies darauf hin, dass man für das Dorfgemeinschaftshaus 90 Prozent und für das Feuerwehrhaus 57 000 Euro an Förderungen bekommen würde. Die Gesamtkosten betragen rund 470 000 Euro. Die Finanzierung des Dorfgemeinschaftshauses wird mit 237 750 Euro durch Fördermittel des Freistaates und der Regierung getragen. Der Eigenanteil des Marktes beträgt 161 750 Euro. Für den Dorfplatz gibt es 69 600 Euro an Fördermitteln. Küps muss hier einen Eigenanteil in Höhe von 7700 Euro aufbringen.


Acht Gegenstimmen

Letztendlich wurden die Planungen des Architektur- und Ingenieurbüros mit acht Gegenstimmen befürwortet. Nun sollen die Planungen dem Amt für ländliche Entwicklung zur Genehmigung vorgelegt werden.
Weiterhin ging es um die Verordnung über die Reinhaltung und Reinigung der öffentlichen Straßen und die Sicherung der Gehbahnen im Winter. Der Kommunale Prüfungsverband, so Rebhan, habe der Gemeinde nahegelegt, die Satzung entsprechend einem Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs anzupassen. Demnach müssen nun die Anlieger nicht mehr wöchentlich reinigen, sondern nur dann die Straßen reinigen, wenn die Reinigung zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung notwendig ist, in der Regel ist dies einmal pro Monat. Weiterhin sind ferner bei Bedarf die Abflussrinnen und Kanaleinlaufschächte freizumachen.
Bezüglich des Ausbaus der Gemeindeverbindungsstraße Weißenbrunn/Hain erklärte Bernd Rebhan dem Gremium, dass mittlerweile die Verhandlungen für den dafür erforderlichen Grunderwerb abgeschlossen wurden. Der Baubeginn ist für 19. Juni terminiert.
Unter Punkt "Sonstiges" regte Thomas Friedlein (SPD) an, im Bereich des Bushäuschens in Hain über eine Wendemöglichkeit für Busse nachzudenken. Bürgermeister Rebhan zeigte sich überrascht, denn bisher sei dies kein Thema gewesen. Er wolle aber der Thematik nachgehen und falls sich eine Notwendigkeit für den Bau einer Wendeschleife herauskristallisieren sollte, dies bei den weiteren Planungen bezüglich des Ausbaus der Straße Weißenbrunn/Hain mit einfließen lassen.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren