Zeublitz am Main

Altenkunstadt beschreitet innovativen Weg im Gewässerschutz

Mit dem Spatenstich wurde der Startschuss für den Neubau der Abwasseranlage in Zeublitz vollzogen, was mit der Umstellung der Abwasserbeseitigung auf ein Tr...
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Mit dem offiziellen Spatenstich wurde der Startschuss zu den Bauarbeiten für die Abwasseranlage im Gemeindeteil Zeublitz gegeben. Foto: Dieter Radziej
Mit dem offiziellen Spatenstich wurde der Startschuss zu den Bauarbeiten für die Abwasseranlage im Gemeindeteil Zeublitz gegeben. Foto: Dieter Radziej
Mit dem Spatenstich wurde der Startschuss für den Neubau der Abwasseranlage in Zeublitz vollzogen, was mit der Umstellung der Abwasserbeseitigung auf ein Trennsystem verbunden ist.
Bürgermeister Robert Hümmer verdeutlichte, dass die abwassertechnische Situation in Zeublitz nicht mehr den heutigen Anforderungen des Gewässerschutzes entspreche. Deshalb hat der Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Altenkunstadt die Planungsgruppe Strunz, Bamberg, beauftragt, für die Anlagen in Pfaffendorf, Spiesberg und Zeublitz ein Konzept mit einem detaillierten Sanierungsprogramm auszuarbeiten. Speziell im Falle von Zeublitz wurden dabei mehrere Varianten untersucht und letztendlich hat sich der Gemeinderat in seiner Sitzung am 3. Februar 2015 für eine sogenannte "SBR-Kleinkläranlage" mit der gleichzeitigen Umstellung der Ortskanäle vom gegenwärtigen Misch- auf ein Trennsystem, entschieden. Mit Bescheid vom 21. Februar 2017 teilte dann das Wasserwirtschaftsamt mit, dass für dieses Vorhaben der Gemeinde eine staatliche Zuwendung in Höhe von 12 500 Euro in Aussicht gestellt werden könne. Für eine SBR-Kläranlage mit Ablaufpumpwerk erhielt dann die Firma Utp, Seybothenreuth, mit einem Angebot über 65 000 Euro den Auftrag, während die Tiefbauarbeiten und Kanalsanierung vom Gemeinderat an die Firma Dietz, Weismain, mit einer Angebotssumme von 460 000 Euro vergeben wurden. Im Rahmen der Sanierung ist auch vorgesehen, dass die Bayernwerk AG die Erdverkabelung der Stromleitungen vornimmt. Ebenso verhält es sich mit dem Breitbandausbau, den die Telekom ebenfalls in diesem Jahr bewerkstelligt.


Zum Wohl der Bürger

Bürgermeister Robert Hümmer abschließend: "Ich wünsche mir bei dieser Baumaßnahme ein gutes Miteinander aller Beteiligten, damit die Arbeiten im vorbestimmten Zeitrahmen, im Sinne der Gemeinde Altenkunstadt und letztlich auch zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger im Gemeindeteil Zeublitz, ausgeführt werden können", wobei er auch der Familie Schmitt für die Überlassung des Baugrundstückes dankte.
Oberregierungsrat Matthias Schrepfermann vom Wasserwirtschaftsamt in Kronach bewertete es als erfreulich, dass sich die Gemeinde Altenkunstadt den Herausforderungen der Zukunft stelle und das Problem beherzt anpacke. Mit einer technischen Anlage in Kompaktbauweise gehe die Kommune dabei einen innovativen Weg im Gewässerschutz: "Sie leisten damit einen wertvollen wasserwirtschaftlichen Beitrag für den sensiblen Vorfluter Zeublitzer Bach, der in den Main, unsere fränkische Lebensader, mündet".
Auf die Aufgabenstellung der Planungsgruppe Strunz ging Dipl.-Ing. (FH) Sebastian Bojanowsik ein und informierte darüber, dass aus dem gegenwärtigen Mischwasserkanal künftig ein Regenwasserkanal mit 500 Metern Länge werde, während der eigene Schmutzwasserkanal dann in die SBR-Anlage münde. Die bestehende Teichkläranlage werde künftig als Regenrückhaltebecken genutzt werden.


Anwohner brauchen Geduld

Dipl.-Ing. Bojanowsik erläuterte anschließend noch die Funktionsweise der künftigen Abwasserbeseitigung mit der Wasserzuleitung, den Reinigungsbehältnissen, der Schlammabsetzung und dem Vorfluter. Als Abschluss der Baumaßnahme sei der September dieses Jahres vorbestimmt. Dipl.-Ing. (FH) Christian Dietz von der ausführenden Baufirma sagte, wenn alle an einem Strang zögen, sollte das Projekt in der festgelegten Bauzeit, vorausgesetzt das Wetter spiele mit, zu Ende gebracht werden können. Zugleich bat er die Anlieger um Verständnis für die Beeinträchtigungen während der Bauphase. dr

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