Weißenohe

Alte Gemäuer versprühen Glanz

Der Männerkreis der Pfarrei Don Bosco hat das ehemalige Benediktinerkloster Weißenohe im Landkreis Forchheim besucht. Das dem heiligen Bonifatius geweihte K...
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Der Männerkreis der Pfarrei Don Bosco beim Besuch in der Klosterkirche Foto: Eduard Nöth
Der Männerkreis der Pfarrei Don Bosco beim Besuch in der Klosterkirche Foto: Eduard Nöth
Der Männerkreis der Pfarrei Don Bosco hat das ehemalige Benediktinerkloster Weißenohe im Landkreis Forchheim besucht. Das dem heiligen Bonifatius geweihte Kloster wurde bereits in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts gegründet.
Vorsitzender Eduard Nöth konnte auch den früheren Pfarrer Josef Brandl und den Geschäftsführer des Klosters, Herbert Meier, begrüßen.
Mesnerin Gertraud Eckert führte zunächst durch die wunderschöne Klosterkirche St. Bonifatius. Im Jahre 1692 wurde mit dem Bau des Gotteshauses begonnen. Die Pläne der Kirche wie der Klosteranlage stammen von Wolfgang Dientzenhofer (1648 - 1706), einem Mitglied der berühmten oberbayerischen Baumeisterfamilie.
Am Bonifatiustag des Jahres 1707 wurde die Kirche eingeweiht. Eckert verwies auf die wechselhafte Geschichte des Klosters, das wie Weißenohe während seines rund 750-jährigen Bestehens auch zur Oberen Pfalz gehörte. Weißenohe ragte wie ein Fremdkörper in das Gebiet der Freien Reichsstadt Nürnberg. Sowohl Nürnberg als auch der Bischof von Bamberg machten immer wieder ihre Ansprüche auf Weißenohe geltend.
Zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges verlor die Pfalz die Obere Pfalz an Bayern, so dass Weißenohe nach einer Übergangszeit 1620 wieder katholisch wurde und 1628 zu einer Pfarrei der Diözese Bamberg auf bayerisch-oberpfälzischem Territorium wurde.
Das ehemalige Klostergebäude und die alte Kirche wurden sukzessive seit 1690 abgebrochen und durch die Dientzenhofer-Bauten ersetzt, die heute nur noch mit Kirche und Prälatenbau in ihrer barocken Pracht das Bild Weißenohes prägen.


Zwei Flügel abgerissen

Mit der Aufhebung des Klosters 1803 wurden Grund und Boden verkauft, die Klosterkirche wurde zur Kirche der neuen Pfarrei Weißenohe. Nach einem Brand Mitte des 19. Jahrhunderts wurden zwei Flügel des imposanten Klostergebäudes abgebrochen. Die Brauerei wird seit 1827 als Familienbetrieb weitergeführt.
Herbert Meier, Schatzmeister des Fränkischen Sängerbundes und Geschäftsführer einer gemeinnützigen Gesellschaft, der seit dem 1. Januar 2014 der sogenannte Prälatenbau gehört, führte die Forchheimer durch die repräsentativen Räume des letzten noch bestehenden Klosterbaus. Die Besucher konnten die barocke Pracht und die Würde dieses Gebäudes beim Aufgang durch das originale Treppenhaus noch verspüren.
Leider hat dieser einzig noch verbliebene Trakt sehr stark unter dem langem Leerstand, unsachgemäßer Einbauten und durch eingetretene Wasserschäden gelitten.
Meier erläuterte das Vorhaben des Fränkischen Sängerbundes, hier eine zentrale Ausbildungs- und Begegnungsstätte für Chöre und Chorleiter zu schaffen. Nach Abschluss eines Wettbewerbs erhoffe man sich im Herbst Klarheit über Kosten und Fördermöglichkeiten.
Die Übernachtungsmöglichkeiten werden laut Meier in einem modernen Anbau geschaffen. In einer nahegelegenen Scheune wird ein kleiner Konzertsaal entstehen.
Bürgermeister Rudi Braun stellte bei einem Umtrunk noch seine Gemeinde vor. red
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